Zwei Tote bei Badeunfall an der Ill in Bludenz – Zehnjähriger und 22-Jähriger sterben nach Sprung in Wasserfall
Bludenz, 29. Juni 2026
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Kurzfassung
Bei einem Badeunfall an der Ill in Bludenz sind am Wochenende zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein zehnjähriger Bub. Ein 40-jähriger Familienvater wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei Vorarlberg schildert einen dramatischen Rettungseinsatz mit Großaufgebot.
Bei einem Badeunfall an der Ill beim CKG-Wasserfall in Bludenz (Vorarlberg) sind am 28. Juni 2026 ein zehnjähriger Bub und ein 22-jähriger Mann ums Leben gekommen; der 40-jährige Vater des Kindes wurde schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.
Was am CKG-Wasserfall geschah
Ein 40-jähriger Mann war am Samstag gemeinsam mit seinem zehnjährigen Sohn, einem 22-jährigen Bekannten sowie seinem Schwiegervater zum Schwimmen an die Ill beim CKG-Wasserfall in Bludenz gekommen, wie die Polizei Vorarlberg mitteilte: „Ein 40-jähriger Mann war gemeinsam mit seinem zehnjährigen Sohn, einem 22-jährigen Bekannten sowie seinem Schwiegervater zum Schwimmen an der Ill beim CKG-Wasserfall." Der Ausflug an dem sonnigen Sommertag endete in einer Tragödie.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hielt sich der 40-Jährige bereits unterhalb des Wasserfalls auf, während sein Sohn oben an der Kante stand. „Während sich der 40-Jährige bereits unterhalb des Wasserfalls aufhielt, stand der Bub oben an der Kante des Wasserfalls." Kurz darauf sprangen der Zehnjährige und der 22-Jährige demnach gemeinsam den Wasserfall hinunter. Die Polizei Vorarlberg erklärte dazu: „Kurz darauf sprangen der Zehnjährige und der 22-Jährige gemeinsam den Wasserfall hinunter."
Drei Personen gerieten daraufhin in eine lebensgefährliche Situation. Wie die Ermittler weiter ausführten, „wurden aufgrund der starken Strömungs- und Sogkräfte der Wasserwalze alle drei Personen unter Wasser gedrückt und tauchten nicht mehr auf". Die Kraft des Wassers habe keine Chance gelassen, sich selbst aus dem Sogbereich zu befreien.
Der Schwiegervater als Ersthelfer
Der Schwiegervater, der den Vorfall vom Ufer aus beobachtet hatte, reagierte sofort und sprang selbst ins Wasser. Er konnte seinen Schwiegersohn – den 40-jährigen Vater – ergreifen und an das rechte Flussufer ziehen. „Der Schwiegervater, der den Vorfall vom Ufer aus bemerkte, sprang ins Wasser, konnte seinen Schwiegersohn ergreifen und ans rechte Flussufer ziehen." Damit gelang es, zumindest eine Person lebend zu bergen.
Der 22-Jährige wurde nach Polizeiangaben erst später von einem Ersthelfer entdeckt und an das linke Flussufer gezogen, wo unverzüglich Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet wurden. Die Polizei Vorarlberg schilderte: „Der 22-Jährige wurde schließlich von einem Ersthelfer entdeckt und ans linke Flussufer gezogen, wo unverzüglich mit Reanimationsmaßnahmen begonnen wurde." Trotz aller Bemühungen kam für ihn jede Hilfe zu spät.
Suche nach dem Zehnjährigen
Die Polizei bestätigte hierzu: „Der 22-Jährige verstarb trotz der eingeleiteten Maßnahmen noch am Unfallort." Damit war der junge Mann das erste bestätigte Todesopfer des Unglücks. Der Einsatzkräfte wurden in der Folge auf den noch vermissten Zehnjährigen aufmerksam.
Den zehnjährigen Bub fanden Einsatzkräfte und Passanten erst rund 300 Meter flussabwärts im Wasser treibend. „Der zehnjährige Bub wurde erst rund 300 Meter flussabwärts von einer Passantin im Wasser treibend gefunden", teilte die Polizei mit. Eine Passantin habe den Buben entdeckt und ihn „gemeinsam mit zwei weiteren Helfern aus dem Wasser geborgen".
Anschließend begannen Ersthelfer noch am Flussufer mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Polizei erklärte: „Auch hier wurden bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Reanimationsmaßnahmen durchgeführt." Zeitgleich wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert.
Großeinsatz der Rettungskräfte
Die Bilanz des Einsatzes ist verheerend. „Bei einem Badeunfall auf der Ill in Bludenz sind am Sonntag zwei Menschen gestorben, darunter ein zehnjähriges Kind", fasste die Polizei Vorarlberg zusammen. Die Behörde sprach von einem „folgenschweren Vorfall", der sich „unterhalb eines Wasserfalls" ereignet habe.
Der Zehnjährige wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. Wie die Polizei erklärte: „Der zehnjährige Bub wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen, wo er im Laufe des Abends seinen Verletzungen erlag." Damit war auch für das Kind jede medizinische Hilfe zu spät.
Der schwer verletzte 40-jährige Vater wurde zunächst in das Landeskrankenhaus Bludenz eingeliefert und anschließend in das Landeskrankenhaus Feldkirch überstellt. „Ein 40-Jähriger wurde zunächst ins Landeskrankenhaus Bludenz und in weiterer Folge ins Landeskrankenhaus Feldkirch überstellt", bestätigte die Polizei.
Strömung und Sog als tödliche Falle
Im Einsatz standen nach Angaben der Polizei ein Großaufgebot an Helfern: „Im Einsatz standen vier Feuerwehren, die Wasserrettung, das Rote Kreuz, ein Rettungshubschrauber sowie die Polizei." Mehrere Ersthelfer und Angehörige hatten zudem versucht, die Verunglückten zu retten.
„Ein weiterer Angehöriger und Ersthelfer bargen die Verunglückten und begannen mit Reanimationsmaßnahmen", erklärten die Ermittler. Ohne das beherzte Eingreifen der Angehörigen und der Passantin hätte die Bilanz noch schlimmer ausfallen können. Die Rettungskette funktionierte nach Darstellung der Polizei trotz des schweren Unglücksablaufs.
Die Ursachen des Unglücks sind nach Polizeiangaben klar: Es waren die Wassermassen selbst. „Starke Strömungs- und Sogkräfte wurden einem Kind und einem jungen Mann zum tödlichen Verhängnis", hieß es in der Mitteilung. Die Wasserwalze unterhalb des CKG-Wasserfalls habe sich als tödliche Falle erwiesen.
Ermittlungen und Betreuung der Angehörigen
Die Polizei wies zugleich auf die besondere Gefahr solcher Stellen hin. „Ein Sprung ins Wasser hatte am Samstag im Bezirk Bludenz verheerende Folgen", bilanzierte die Behörde. Der Fall werde nun von der Polizei Vorarlberg dokumentiert; Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen dem Vernehmen nach.
„Wasserfallsprung fordert zwei Leben, darunter ein Kind (10)", fasste die Polizei die Tragödie in einer kurzen Meldung zusammen. Der Vorfall ereignete sich am 28. Juni 2026, wie die APA am 29. Juni 2026 unter Berufung auf die Polizei Vorarlberg berichtete.
Die Angehörigen der Opfer werden nach Polizeiangaben von der Krisenintervention betreut. Eine offizielle Stellungnahme der Stadt Bludenz oder des Landes Vorarlberg lag zunächst nicht vor. Die Behörden kündigten an, über weitere Entwicklungen gesondert zu informieren.
Fragen & Antworten
Wie konnte es zu dem Badeunfall in Bludenz kommen?
Nach Angaben der Polizei Vorarlberg sprangen der Zehnjährige und der 22-Jährige gemeinsam den Wasserfall hinunter und wurden dort von einer Wasserwalze mit starker Strömung und starken Sogkräften unter die Wasseroberfläche gedrückt, sodass sie nicht mehr auftauchen konnten.
Wer sind die Opfer des Unglücks an der Ill?
Bei dem Unfall kamen ein zehnjähriger Bub und ein 22-jähriger Mann ums Leben, während der 40-jährige Vater des Kindes schwer verletzt zunächst ins Landeskrankenhaus Bludenz und später ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht wurde.
Welche Rettungskräfte waren in Bludenz im Einsatz?
Im Einsatz standen laut Polizei Vorarlberg vier Feuerwehren, die Wasserrettung, das Rote Kreuz, ein Rettungshubschrauber und die Polizei, unterstützt von Ersthelfern und Angehörigen, die noch am Ufer mit Reanimationsmaßnahmen begannen.
Badeunfall Bludenz: Zwei Tote an der Ill – Zehnjähriger | finanz360