Die Wim Wenders Stiftung hat den 1975 erschienenen Film «Falsche Bewegung» (Originaltitel) aus sämtlichen aktuellen Verwertungsformen zurückgezogen, weil darin die damals 13-jährige Nastassja Kinski in einer etwa zwei Minuten langen Szene mit nacktem Oberkörper zu sehen ist; Regisseur Wim Wenders entschuldigte sich bei der Schauspielerin.

Die Wim Wenders Stiftung mit Sitz in Düsseldorf teilte am 3. Juni 2026 mit, dass Streaming-, TV- und Vertriebspartner angewiesen würden, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen. «Streaming-, TV- und Vertriebspartner werden angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen», erklärte die Stiftung in einer am Tag der Veröffentlichung des WDR-Berichts publizierten Stellungnahme.

Zugleich wandte sich der 80-jährige Regisseur in einer persönlichen Erklärung an die inzwischen 65-jährige Schauspielerin. Wenders räumte ein, dass er als einziger der damals Verantwortlichen, die noch leben, erkenne, dass Kinski «damals hätte besser beschützt werden müssen». Wörtlich fügte er hinzu: «Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber.»