Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) schlägt eine teilweise Entkopplung der CO2- und Strompreise vor, um die negativen Auswirkungen der hohen Energiepreise auf Industrie und Dekarbonisierung in Österreich zu mildern.

Hintergrund der Forderung

Die aktuell hohen Strompreise stellen Österreich vor ein doppeltes Problem: Sie schwächen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und erschweren gleichzeitig die Dekarbonisierung. Dies geht aus einer Analyse des Wifo hervor, die von zwei unabhängigen Quellen bestätigt wurde.

Laut dem Institut sind die steigenden CO2-Preise eine wesentliche Ursache für die hohen Stromkosten. Die derzeitige Kopplung der Preise führe dazu, dass die Belastung für Verbraucher und Unternehmen unverhältnismäßig stark steige. Besonders betroffen sei die Industrie, die im internationalen Wettbewerb stehe.

Vorschlag zur Preisentkopplung

Das Wifo schlägt vor, dass erneuerbare Energieanlagen nicht den vollen Marktpreis erhalten sollen, sobald dieser einen bestimmten Schwellenwert überschreitet. Stattdessen soll der Preis um einen festen Betrag reduziert werden, der den CO2-Kostenanteil widerspiegelt.

„Hohe Strompreise sind für Österreich ein doppeltes Problem: Sie schwächen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und erschweren die Dekarbonisierung“, heißt es in der Analyse. Der vorgeschlagene Rabatt könnte entweder fix sein oder an den aktuellen Preis der CO2-Zertifikate gekoppelt werden.

Finanzielle Entlastung und Verteilung