Die Wiener Grünen haben am Dienstag bei einer Pressekonferenz schärfere Regelungen gegen Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb und booking.com gefordert und das von Bürgermeister Michael Ludwig angekündigte Vermieterregister als überfällig kritisiert.

Ausgangslage: Mehr als 14.000 Wohnungen betroffen

Die Wiener Grünen sehen den Druck auf den Wiener Wohnungsmarkt durch touristische Kurzzeitvermietungen weiter wachsen. Parteichef Peter Kraus und Klubobmann Georg Prack sprachen am Dienstag von einer anhaltenden Dynamik, durch die der Stadt Wohnraum verloren gehe. Sie verwiesen auf die Ankündigung der Stadt, ein eigenes Register für Vermieterinnen und Vermieter einzuführen, das bis vor den Sommerferien vorliegen sollte, bisher aber nicht präsentiert worden sei.

Nach Angaben der Grünen werden in Wien dauerhaft mehr als 14.000 Wohnungen als touristische Apartments angeboten. Ganze Wohnhäuser würden vollständig oder teilweise in Beherbergungsbetriebe umgewandelt, kritisierte die Partei. Kraus sprach in diesem Zusammenhang davon, dass ganze Nachbarschaften unter der Entwicklung litten, und sagte: „Das zerstört inzwischen ganze Nachbarschaften.“ Damit werde Wohnraum dem regulären Markt entzogen, was die Lage für die Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner zusätzlich verschärfe.