Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der Demokratischen Republik Kongo mehr als 900 Ebola-Verdachtsfälle registriert und warnt vor einem hohen Risiko der regionalen Ausbreitung, während anhaltende Kämpfe im Osten des Landes die Eindämmung des Ausbruchs massiv behindern.

Ein Virus ohne Impfstoff und Behandlung

Der aktuelle Ausbruch wird durch die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht, die erstmals 2007 identifiziert wurde. Für diese Variante gibt es derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine wirksame Behandlung, wie die WHO mitteilte.

Die Sterblichkeitsrate des Bundibugyo-Virus liegt Schätzungen zufolge bei etwa 30 bis 50 Prozent. Die Infektionskette kann nach Angaben der WHO nur dann durchbrochen werden, wenn infizierte Personen und ihre Kontaktpersonen sich für mindestens drei Wochen isolieren.

Der Ausbruch begann in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes und hat inzwischen städtische Zentren erreicht, in denen mehrere Hunderttausend Menschen leben. Die hohe Mobilität der Bevölkerung in der Region erleichtert die Verbreitung des Virus zusätzlich.