Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben mehr als 900 Ebola-Verdachtsfälle in der Demokratischen Republik Kongo registriert, während der Ausbruch der Bundibugyo-Variante bereits auf das Nachbarland Uganda übergegriffen hat.

Kein Impfstoff für aktuelle Virus-Variante

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus gab die Fallzahlen am Sonntag bekannt. Demnach wurden 101 Fälle laborbestätigt, die kongolesische Regierung schätzt zudem, dass bereits mehr als 200 Menschen an dem Virus gestorben sind.

Am Freitag hatte die WHO das Risiko einer nationalen Ausbreitung des Virus im Kongo auf „sehr hoch“ heraufgestuft. Auch das regionale Risiko bewertet die Organisation als „hoch“.

Der aktuelle Ausbruch wird durch die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht, die erstmals 2007 identifiziert wurde. Für diese Variante gibt es nach Angaben der WHO weder einen Impfstoff noch eine gezielte Therapie.