Friesland, 21 Juli 2026
Der Wahlausschuss des Landkreises Friesland hat den AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert nicht als Kandidaten für die Wahl des Landrats zugelassen und begründete dies mit einem verfassungsfeindlich geprägten Gesamtbild.
Vor der Kommunalwahl prüft der Landkreis Friesland alle Bewerbungen für den Posten des Landrats - und lässt einen Politiker nicht zu. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, richtete sich der Beschluss gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert, der sich um die Nachfolge des amtierenden Landrats beworben hatte.
Begründung des Wahlausschusses
Der Wahlausschuss verwies laut Gericht auf ein verfassungsfeindlich geprägtes Gesamtbild. Wörtlich heißt es in der Begründung: Laut Gericht lasse sich "ein verfassungsfeindlich geprägtes Gesamtbild" attestieren. Diese Einschätzung stützt sich auch auf den Umstand, dass die AfD in Niedersachsen für den Landesverfassungsschutz ein Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung ist.
