Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist am Donnerstag zu einem zweitägigen Besuch in Finnland eingetroffen und hat dort mit seiner Amtskollegin Elina Valtonen eine Vertiefung der bilateralen Sicherheitszusammenarbeit vereinbart.
Bei dem Treffen in Helsinki ging es nach Angaben beider Seiten unter anderem um den Schutz vor hybriden Bedrohungen, um Cybersicherheit, um den Ausbau europäischer operativer Fähigkeiten sowie um wirtschaftliche Zukunftsfragen. Deutschland und Finnland wollen ihre Kooperation im Sicherheitsbereich vor dem Hintergrund der anhaltenden Bedrohung durch Russland deutlich ausweiten. Wadephul nannte dabei explizit den Zivilschutz als ein Feld, in dem sein Gastgeber vieles richtig mache.
Wadephul sieht Finnland nach eigenen Angaben als Vorbild bei den Bemühungen, sich widerstandsfähiger gegen russische Bedrohungen zu machen. „Davon können wir uns eine gehörige Scheibe abschneiden als Deutsche“, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die finnische Herangehensweise. Er ergänzte: „weil es eine unaufgeregte, aber doch sehr konzentrierte Art und Weise ist, wie die Bevölkerung insgesamt Widerstandsfähigkeit lernt, sich aneignet und das auch immer wieder übt“. Wadephul räumte zugleich ein, dass Deutschland den klassischen Zivilschutz in den vergangenen Jahren vernachlässigt habe. „Das gelte etwa für den Bereich des klassischen Zivilschutzes, den man in den vergangenen Jahren in Deutschland vernachlässigt habe“, sagte er.
