Der Linzer Stahlkonzern voestalpine hat im Geschäftsjahr 2025/26 (Ende März) seinen Nettogewinn um fast 138 Prozent auf 424 Millionen Euro gesteigert und schlägt eine höhere Dividende vor, obwohl die seit Juni 2025 geltenden US-Stahlzölle von 50 Prozent das Ergebnis mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag belasteten.
Die voestalpine hat am Mittwoch ihre Bilanz für das am 31. März 2026 abgeschlossene Geschäftsjahr vorgelegt. Der Umsatz sank dabei leicht von 15,7 auf 15,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte hingegen deutlich um 59 Prozent auf 724 Millionen Euro zu, das EBITDA wuchs von 1,3 auf 1,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg um nahezu 138 Prozent auf 424 Millionen Euro.
Trotz der positiven Zahlen bleibt die Belastung durch die US-Handelspolitik spürbar. Die seit Juni 2025 geltenden Zölle von 50 Prozent auf Stahlimporte in die Vereinigten Staaten hätten das Konzernergebnis mit einem hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belastet, teilte das Unternehmen mit. Betroffen war unter anderem voestalpine Tubulars in Kindberg, wo die Produktion an die geringere Nachfrage angepasst werden musste, da der US-Markt den Hauptabsatzmarkt darstellt.
