Die Stadt Villach hat am Freitag zwei Wochen vor dem 81. Villacher Kirchtag ein neues, umfassend überarbeitetes Sicherheitskonzept für das Brauchtumsfest vorgestellt, das unter anderem eine dauerhaft besetzte Einsatzzentrale, Videoüberwachung und verschärfte Brandschutzmaßnahmen umfasst.
Vom alten Konzept zum neuen Sicherheitsrahmen
Das Sicherheitskonzept, das bisher aus dem Jahr 2015 stammte, wurde nach Angaben der Veranstalter in einem mehrmonatigen Prozess an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Wie die Stadt Villach am Freitag bei einer Pressekonferenz mitteilte, wurden dafür 220.000 Euro bewilligt. Vizebürgermeisterin und Kirchtagsobfrau Gerda Sandriesser (SPÖ) sprach von einem modernen, vorausschauenden Konzept, das eng mit Einsatzorganisationen abgestimmt sei: „Der Villacher Kirchtag steht für Tradition, Lebensfreude und Begegnung. Damit sich alle Besucher wohl und sicher fühlen, investieren wir in ein Sicherheitskonzept, das modern, vorausschauend und eng mit Einsatzorganisationen abgestimmt ist. Uns ist wichtig: Sicherheit soll präsent sein, ohne die Stimmung zu beeinträchtigen. Klare Abläufe, gute Information und ein starkes Team im Hintergrund sind dafür entscheidend."
Mit der Ausarbeitung des Konzepts wurde der Sicherheitsexperte Herbert Wagner beauftragt, der bereits das Sicherheitskonzept für den Eurovision Song Contest und das Donauinselfest in Wien entwickelt hat. Wagner erklärte die Grundidee des Konzepts: „Sicherheit bei Großveranstaltungen heißt: Risiken früh erkennen, Besucherströme aktiv managen und im Ereignisfall in Sekunden klar entscheiden. Der Villacher Kirchtag bekommt dafür eine Struktur, die Prävention und rasche Einsatzführung optimal verbindet. Ein dauerhaft besetzter Einsatz-Stab, die gezielte Lagebeobachtung und klare Regeln – etwa beim Fahrzeugverkehr und bei Fluchtwegen – sind zentrale Bausteine, um ein Fest dieser Größe sicher und gleichzeitig angenehm erlebbar zu machen."
