Berlin, 04 Juni 2026
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Einzel-, Groß- und Außenhandel für Freitag und Samstag zu Warnstreiks aufgerufen, nachdem die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben ist.
Die Gewerkschaft Verdi weitet ihre Arbeitskampfmaßnahmen im Handel deutlich aus. Nachdem in Sachsen bereits am Donnerstagmorgen rund 100 Beschäftigte in Zentrallagern des Lebensmittelhandels die Arbeit niederlegten, folgte der Aufruf zu bundesweiten Warnstreiks am Freitag und Samstag. Betroffen sind Unternehmen wie Rewe, Penny, Rewe Logistik, Metro, Kaufland, Hit, Ikea, Douglas, H&M, Zara und Primark.
Forderungen und Angebot im Überblick
Verdi-Vorstandsmitglied Zimmer begründete die Eskalation mit der wirtschaftlichen Lage der Branche. Die Handelsunternehmen stünden wirtschaftlich hervorragend da, dennoch sollten die Beschäftigten mit Lohnverlusten abgespeist werden, sagte Zimmer. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite verwies dagegen auf die schwierige wirtschaftliche Gesamtlage: Angesichts schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen gebe es kaum Spielraum für Einkommenserhöhungen.
