Bogotá, 11 Juli 2026

Die Vereinigten Staaten und mehrere lateinamerikanische Staaten haben Kolumbien in einer gemeinsamen Erklärung zu einer geordneten und verfassungsgemäßen Machtübergabe nach der Präsidentschaftswahl aufgefordert.

In dem gemeinsamen Statement, das unter anderem von den USA, Argentinien, Ecuador und El Salvador unterzeichnet wurde, heißt es, die Regierungen beobachteten jüngste Äußerungen und Handlungen mit großer Sorge, die ohne ausreichende Beweise die Integrität des kolumbianischen Wahlprozesses in Zweifel zögen. Mit "großer Sorge" beobachteten die Regierungen demnach jüngste Äußerungen und Handlungen, die Unsicherheit über den institutionellen Übergang schürten, wie aus dem Schreiben hervorgeht.

Hintergrund ist der andauernde Konflikt um die Anerkennung des Wahlergebnisses. Der scheidende linksgerichtete Präsident Gustavo Petro hatte den Sieg seines rechtsgerichteten Nachfolgers Abelardo de la Espriella in der Stichwahl nicht anerkannt und Vorwürfe eines Wahlbetrugs erhoben. Die Unterzeichner wiesen diese Vorwürfe indirekt zurück und betonten, dass nur der von den zuständigen Wahlbehörden festgestellte Wille der Wählerinnen und Wähler dem staatlichen Handeln demokratische Legitimität verleihe.