Die US-Regierung blockiert wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo die direkte Einreise ihrer eigenen Bürger aus dem Land und zwingt sie zu einer 21-tägigen Wartezeit in einem Drittland.

Hintergrund des Ausbruchs

Wie ein Vertreter des Weißen Hauses am Montag mitteilte, werden US-Bürger, die sich im Kongo aufhalten oder diesen kürzlich verlassen haben, auf eine Flugverbotsliste gesetzt. Die Maßnahme betrifft unmittelbar rund zwei Dutzend Amerikaner, die am Dienstag in die USA fliegen wollten. Sie dürfen erst dann in die USA reisen, nachdem sie eine Wartezeit von 21 Tagen in einem Drittland verbracht haben.

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte die Anordnung zuvor mit dem erhöhten Ebola-Risiko begründet. Die Krankheit breite sich im Kongo weiter aus und habe sich bis auf wenige Stunden Entfernung von der Hauptstadt Kinshasa ausgebreitet. Das US-Außenministerium sicherte den Betroffenen Unterstützung während der Wartezeit zu.

Den offiziellen Daten vom Sonntag zufolge ist die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle landesweit auf 1.926 gestiegen, darunter 702 Todesfälle. Es handelt sich um eine der schwersten Ebola-Epidemien der vergangenen Jahre in dem zentralafrikanischen Land.

Begründung aus Washington

Die oft tödlich verlaufende Viruserkrankung wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und kann hohes Fieber, Erbrechen und schwere innere Blutungen verursachen. Gesundheitsbehörden stufen das Risiko einer grenzüberschreitenden Ausbreitung als erhöht ein, insbesondere wenn infizierte Personen reisen.