Der US-Technologieberater Michael Kratsios hat dem chinesischen KI-Start-up Moonshot AI vorgeworfen, für sein neues Sprachmodell Kimi K3 US-Modelle in großem Umfang destilliert und dabei exportbeschränkte Nvidia-Hardware genutzt zu haben.

Kratsios, Leiter des Office of Science and Technology Policy im Weißen Haus, veröffentlichte die Vorwürfe am Mittwoch auf der Plattform X. Konkrete Belege legte er zunächst nicht vor; später korrigierte er seine Formulierung von "solider Beweislage" auf den neutraleren Begriff "Informationen". Ihm zufolge habe Moonshot eine interne Plattform aufgebaut, die kontinuierlich zwischen verschiedenen Zugriffswegen wechselte, um nicht entdeckt zu werden.

Im Zentrum der Vorwürfe steht das Sprachmodell Kimi K3, das Moonshot nach eigenen Angaben in nur 15 Tagen trainiert haben will. Ein Mitarbeiter des Unternehmens, Randy Xian, sprach auf X von "Guinness World Record stuff". Das Modell verfügt laut Unternehmensangaben über rund 2,8 Billionen Parameter, die auf Hunderte Experten verteilt sind, und soll laut Moonshot alle Wettbewerber mit Ausnahme von Anthropics Claude Fable 5 und OpenAIs GPT-5.6 übertreffen.