Kusra, 17 August 2026

Ein palästinensischer US-Bürger aus dem Dorf Kusra im Westjordanland, dessen Haus nach eigenen Angaben von extremistischen jüdischen Siedlern belagert wird, hat die US-Regierung um Schutz gebeten und erklärt, er fürchte eine Rückkehr in sein Dorf.

Hintergrund: Dorfgemeinschaft und Siedlerdruck

Der US-Palästinenser Luai Abu Ridi schilderte gegenüber AFP, dass sein Wohnhaus im Dorf Kusra im Norden des Westjordanlands seit Tagen von extremistischen jüdischen Siedlern umstellt sei. Er habe das Haus verlassen müssen und sei über den Flughafen Ben Gurion ausgereist. Eine Rückkehr in seine Heimatstadt sei für ihn derzeit nicht vorstellbar, da er weitere Übergriffe durch die Siedler befürchte.

Abu Ridi wandte sich laut AFP an die US-Regierung und bat um diplomatischen und konsularischen Schutz. Die Hintergründe seiner Bitte machten deutlich, dass er sich von der israelischen Armee, die in der Region stationiert ist, nicht ausreichend geschützt fühle. Die israelischen Sicherheitskräfte waren nach AFP-Angaben zwar informiert, jedoch – Stand der Berichterstattung – nicht effektiv gegen die Belagerung vorgegangen.