Ein US-Gericht hat entschieden, dass der Konzern Live Nation mit seiner Tochter Ticketmarketer Ticketmaster Monopolmacht ausübte und damit gegen Bundes- und Landeswettbewerbsgesetze verstieß. Das Urteil könnte weitreichende Folgen für die Veranstaltungsbranche haben.

Hintergrund der Klage

Live Nation, der größte Veranstalter von Live-Konzerten weltweit, und sein Ticketing-Arm Ticketmaster stehen seit Jahren in der Kritik, durch marktbeherrschende Stellung Fans überhöhte Preise aufzuerlegen. Bereits in der Vergangenheit gab es Untersuchungen durch das US-Justizministerium (DoJ) und Anhörungen im US-Senat zu den Geschäftspraktiken des Unternehmens.

Der aktuelle Fall wurde von mehreren Seiten vorangetrieben, darunter auch von kalifornischen Behörden unter der Leitung von Generalstaatsanwalt Rob Bonta. Die Kläger warfen Live Nation vor, durch exklusive Verträge mit Veranstaltungsorten und Künstlern den Wettbewerb auszuschalten und dadurch die Preise künstlich hochzutreiben.

Urteil und mögliche Konsequenzen

Das Jury-Urteil bestätigte diese Vorwürfe und stellte fest, dass Live Nation und Ticketmaster gegen antitrustrechtliche Bestimmungen auf Bundes- und Landesebene verstoßen haben. Dies könnte zu erheblichen Geldstrafen und strukturellen Änderungen im Unternehmen führen.

US-Justizminister Merrick Garland hatte bereits im Vorfeld betont, dass die Durchsetzung von Wettbewerbsregeln eine Priorität für das Ministerium sei. "Wir werden weiterhin gegen Unternehmen vorgehen, die den Markt monopolisieren und Verbraucher benachteiligen", sagte Garland in einer früheren Stellungnahme.