Nach dem Ende der ersten Hitzewelle des Jahres stellt sich die Wetterlage in Deutschland grundlegend um und bringt ab Freitagabend eine erhöhte Unwettergefahr mit teils schweren Gewittern nach Hessen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt einen markanten Wetterwechsel an. „Die Wetterlage stellt sich grundlegend um“, erklärte DWD-Meteorologe Markus Übel. Ein stabiles Hochdruckgebiet, das zuletzt für blauen Himmel und warme Temperaturen sorgte, wird von Tiefdruckgebieten abgelöst. „Es stehen uns die ersten größeren Gewittertage ins Haus, an denen auch unwetterartige Gewitter mit von der Partie sein werden“, so Übel weiter.

Wetterumschwung bringt erste schwere Gewitter

Bereits in der Nacht zum Samstag ziehen von Nordwesten und Westen teils kräftige Gewitter ostwärts. Der Himmel ist dabei wechselnd bewölkt. Besonders betroffen sind zunächst der Norden, der Westen und das Gebiet bis zum Main. hr-Meteorologe Stefan Laps warnte: „Es kann stellenweise heftig zur Sache gehen.“

Die Gewitter können lokal sehr unterschiedlich ausfallen. Während eine Stadt von Hagel und Blitzschlag getroffen wird, kann die Nachbargemeinde verschont bleiben. „Es wird nicht jeden treffen“, sagte Laps. Genaue Vorhersagen für einzelne Orte sind aufgrund dieser großen möglichen Unterschiede nicht machbar.

Für Freitagnachmittag und -abend werden sich die Gewitter im Westen und Nordwesten Deutschlands entwickeln. Einige dieser Gewitter können Unwetterpotenzial erreichen, mit Hagelkörnern von etwa drei Zentimetern Durchmesser, heftigem Starkregen und schweren Sturmböen. Flächendeckend werden diese schweren Gewitter jedoch nicht sein.