Drei Murenabgänge nach einem schweren Gewitter haben am Sonntag im österreichischen Kaunertal die einzige Zufahrtsstraße in das hintere Tal verschüttet und rund 200 Menschen eingeschlossen, die daraufhin per Helikopter evakuiert wurden.

Lage am Sonntag

Nach einem heftigen Gewitter mit starkem Regen und Hagel hatten sich am Sonntag im Kaunertal im österreichischen Tirol drei Muren gelöst. Geröll und Schlamm blockierten die Kaunertaler Gletscherstraße und machten die Zufahrt in das nahe der italienischen Grenze gelegene Tal unmöglich. „Im Kaunertal im österreichischen Tirol haben drei Murenabgänge die Strasse unter Geröll und Schlamm begraben“, hieß es in dem Bericht.

Wie die Behörden des Bundeslandes Tirol mitteilten, blockierten Geröll und Schlamm die einzige Zufahrtsstraße ins hintere Kaunertal. Teile der Fahrbahn wurden weggespült und die Stromversorgung unterbrochen, berichtete die Polizei. „Verletzt wurde niemand“, stellten die Einsatzkräfte klar.

Rund 200 Personen, die für Tagesausflüge in das Kaunertal gekommen waren, konnten das Gebiet nicht mehr verlassen. „Sie mussten die Nacht in einer Schutzhütte und einem Bergrestaurant verbringen“, wie der Sender berichtete. Die eingeschlossenen Touristinnen und Touristen wurden am Folgetag mit Hubschraubern ausgeflogen. „200 Personen mussten per Helikopter aus dem Gebiet evakuiert werden“, hieß es weiter.