Das ukrainische Verteidigungsministerium hat am Freitag umfangreiche Soldatenerhöhungen, erleichterte Rückkehrmöglichkeiten für Deserteure und eine breit angelegte Anwerbung ausländischer Legionäre angekündigt, um der anhaltenden Personalkrise in der Armee zu begegnen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits Anfang Mai eine Heeresreform mit substanziellen Soldatenerhöhungen in Aussicht gestellt. Am Freitag bekräftigte er diese Pläne und erklärte, die nötigen Mittel seien vorhanden. „Die Ressourcen sind für eine Erhöhung der Zahlungen in der Armee vorhanden“, sagte Selenskyj laut offiziellen Angaben. Allerdings ließ er offen, woher die zusätzlichen Gelder konkret kommen sollen.

Geplante Gehaltssteigerungen im Detail

Das Verteidigungsministerium konkretisierte die Vorhaben in einem Video. Demnach soll das Einstiegsgehalt für alle Soldatinnen und Soldaten um 50 Prozent auf knapp 580 Euro steigen. Im Durchschnitt sollen ukrainische Infanteristen künftig rund 5.800 Euro erhalten, für Einsätze an der Front ist eine maximale Bezahlung von nahezu 8.900 Euro pro Monat vorgesehen. „Die ukrainischen Infanteristen werden zu den bestbezahlten Militärspezialisten in der Welt“, erklärte das Ministerium in dem Video.