US-Präsident Donald Trump hat am Samstagabend (Ortszeit) in Washington mit einer rund 40-minütigen Rede den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten begangen und dabei seine politischen Gegner als Kommunisten attackiert.

Am 4. Juli 1776 hatten Abgesandte der 13 amerikanischen Kolonien in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung von Großbritannien verabschiedet – die Geburtsstunde der USA. 250 Jahre später feierten die Amerikanerinnen und Amerikaner diesen Tag landesweit mit Paraden, Popkonzerten und nachgestellten historischen Szenen, während in der Hauptstadt Washington eine zentrale Veranstaltung auf der National Mall stattfand, die der Kongress bereits vor zehn Jahren unter dem Titel "America 250" vorbereitet hatte.

Das Programm war ursprünglich als überparteiliches Fest angelegt, doch Präsident Trump hatte Wochen zuvor eine zweite Organisation namens "Freedom 250" per Verordnung ins Leben gerufen. Diese erhielt den Großteil der vom Kongress zugesagten Mittel und richtete die meisten Veranstaltungen in der Hauptstadt aus, darunter die "Salute to America"-Party am Abend des 4. Juli. Die unabhängige Organisation "America 250" trat damit in den Hintergrund.

Politisierung und Absagen

Mehrere Musiker, darunter die Bands The Commodores und die Country-Sängerin Martina McBride, sagten ihre Auftritte aus Protest gegen die Politisierung des Festes ab. Statt Konzertprogramm zeigten Kampfflugzeuge und andere Militärjets Überflüge über der Hauptstadt – ein Luft-Spektakel, das wegen des späteren Unwetters vorzeitig abgebrochen werden musste.