Tödliche Prügelattacke in Wien-Donaustadt: Mann stirbt nach Angriff im Park
Wien, 28. Juni 2026
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Kurzfassung
In Wien-Donaustadt ist in der Nacht auf Sonntag ein Mann nach einer Prügelattacke in einem kleinen Park seinen Verletzungen erlegen. Zwei unbekannte Täter auf E-Scootern hatten ein Paar angepöbelt und den Mann mehrfach mit Faustschlägen attackiert. Die Polizei ermittelt.
Ein bislang nicht identifizierter Mann ist in der Nacht auf Sonntag, den 28. Juni 2026, nach einer Prügelattacke in einem kleinen Park im Wiener Bezirk Donaustadt seinen Verletzungen erlegen, nachdem er zuvor von zwei unbekannten Angreifern auf E-Scootern mehrfach mit Faustschlägen attackiert worden war.
Den dramatischen Vorfall lösten Hilfeschreie aus einem Park in der Nähe der Zieritzgasse im 22. Wiener Gemeindebezirk aus. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, ging am Samstagabend, dem 27. Juni 2026, ein Notruf bei den Einsatzkräften ein, weil ein Anrufer die Schreie einer Frau wahrgenommen hatte. „Ein Anrufer am Notruf alarmierte am gestrigen Samstag, dem 27. Juni 2026, in der Nacht die Polizei, nachdem er in einem Park Hilfeschreie einer Frau wahrgenommen hatte."
Hilfeschreie aus einem Park in Donaustadt
Unverzüglich rückten Streifenbeamte zu dem Park aus. Als die Polizisten am Einsatzort eintrafen, bot sich ihnen ein Bild, das die Schwere der Lage erahnen ließ. „Beim Eintreffen der Polizisten wurde neben der Frau auch ein Mann regungslos in der Wiese liegend vorgefunden." Der Mann lag regungslos im Gras, während die Frau sichtlich unter dem Eindruck des Geschehenen stand.
Erste Ermittlungen ergaben, dass das spätere Opfer gemeinsam mit einer Begleiterin den Park aufsucht hatte. „Die noch nicht identifizierte Person war mit einer Frau dort unterwegs, als beide von zwei Personen auf E-Scootern angepöbelt wurden." Unvermittelt eskalierte die Begegnung.
Ein bislang unbekannter Täter soll das Opfer mit mehreren Faustschlägen gegen den Gesichtsbereich attackiert haben. In der Folge ging der Angreifer dem Vernehmen nach auch auf die Frau los. „soll der unbekannte Täter auch die Frau geschlagen und sie unter Androhung weiterer Gewalt zur Übergabe von Bargeld aufgefordert haben." Damit verlagerte sich der Vorfall von einer verbalen Konfrontation hin zu einem brutalen Raubübergriff mit tödlichem Ausgang.
Faustschläge gegen das Gesicht des Opfers
Da beim Mann weder Puls noch Atmung festgestellt werden konnten, leiteten die Polizeibeamten sofort Reanimationsmaßnahmen ein. „Da bei dem Mann zunächst weder Puls noch Atmung festgestellt werden konnten, begannen die Einsatzkräfte sofort mit Reanimationsmaßnahmen." Auch die Berufsrettung Wien übernahm die notfallmedizinische Versorgung. Der schwer verletzte Mann konnte dem Vernehmen nach zunächst stabilisiert und „mit Verdacht auf schwere Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden".
Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte und der behandelnden Ärzte starb das Opfer wenig später im Spital an den Folgen der erlittenen Verletzungen. „In weiterer Folge wurden die Ermittler über den Tod des schwer verletzten männlichen Opfers informiert." Auch zum genauen Zeitpunkt des Todes wurden zunächst keine genaueren Angaben veröffentlicht. „Etwas später wurden die Ermittler über den Tod des Mannes informiert, hieß es von der Polizei."
Reanimation und Transport ins Spital
Die 33 Jahre alte Begleiterin des Opfers wurde am Sonntag als Schlüsselzeugin einvernommen. „Die 33 Jahre alte Frau wurde als wichtigste Zeugin am Sonntag einvernommen." Sie konnte schildern, wie sich die zunächst verbale Auseinandersetzung mit den Unbekannten zur Gewalt gegen sie und ihren Begleiter zugespitzt hatte. Ob sie und das Opfer die Angreifer kannten, ist indessen unklar: „Ob das Opfer und seine Begleiterin die Angreifer gekannt haben, ist nicht bekannt."
Nach der Attacke flohen die beiden unbekannten Tatverdächtigen mit ihren E-Scootern in eine unbekannte Richtung. Die sofort eingeleitete Fahndung der Wiener Polizei verlief bisher ohne greifbares Ergebnis. Klar ist bislang nur, dass es sich um zwei Personen handelt, die zum Tatzeitpunkt mit E-Scootern unterwegs waren und offenbar gezielt das spätere Opfer und seine Begleiterin angingen.
Ermittlungen des Landeskriminalamts
Die weiteren Ermittlungen übernahm das Landeskriminalamt Wien, Abteilung „Leib und Leben". Diese für Gewaltverbrechen zuständige Sondereinheit der Wiener Polizei bearbeitet den Fall und versucht, Licht in das Dunkel um die Hintergründe der Tat zu bringen. „Nähere Hintergründe zu dem Vorfall sind Gegenstand von Ermittlungen", wie es aus Polizeikreisen hieß.
Dabei stehen die Kriminalisten vor einer Reihe offener Fragen. Neben der Identität des bislang unbekannten männlichen Opfers fehlt vor allem jede Spur von den flüchtigen Tätern. Auch das Motiv der Tat und ein möglicher Zusammenhang mit dem erzwungenen Raub von Bargeld sind noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei richtete einen Aufruf an mögliche Zeugen, die in der Nacht auf Sonntag im Bereich der Zieritzgasse oder in angrenzenden Parkanlagen Verdächtiges beobachtet haben.
Unklar ist bislang auch, wie viele Personen an der Tat beteiligt waren und ob diese aus dem Bezirk selbst stammen oder nur kurz in Wien-Donaustadt unterwegs waren. Da beide Täter E-Scooter benutzten, hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung, etwa zu auffälligen E-Scooter-Fahrten oder zu zurückgelassenen Fahrzeugen in Tatortnähe.
Flucht der Täter auf E-Scootern
Der Fall hat in Wien bereits am Wochenende für Bestürzung gesorgt. Eine tödliche Prügelattacke in einem öffentlich zugänglichen Park, ausgelöst durch Hilfeschreie und beendet durch das Versagen der Lebensfunktionen des Opfers, wirft Fragen nach der Sicherheit in den Abend- und Nachtstunden in den Wiener Parks auf. Die Stadt Wien und die Polizei verweisen in solchen Fällen regelmäßig auf die Wichtigkeit, verdächtige Beobachtungen sofort unter der europäischen Notrufnummer 118 zu melden.
Über das Opfer selbst ist bislang nur wenig bekannt, da die Identität noch nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Die Polizei geht Hinweisen nach, die zur Identifizierung führen könnten. Auch hier erhoffen sich die Ermittler, durch die Befragung weiterer Zeugen und durch den Abgleich mit Vermisstenanzeigen Aufschluss zu erhalten.
Noch ist völlig offen, wann die Täter gefasst werden können. Erfahrungsgemäß sind Fälle, in denen die Opfer gezielt niedergeschlagen werden und die Täter anschließend auf E-Scootern flüchten, schwer aufzuklären, wenn keine Videoüberwachung oder andere Spuren vorliegen. Umso wichtiger ist für die Ermittler nun jeder einzelne Hinweis aus der Bevölkerung, insbesondere aus dem weiteren Umfeld des Tatortes im 22. Bezirk.
Offene Fragen und Zeugenaufruf
Die Wiener Polizei kündigte an, die Ermittlungen zusammen mit der Staatsanwaltschaft Wien zügig voranzutreiben. Bis dahin bleibt der Park in der Nähe der Zieritzgasse, in dem sich die tödliche Attacke ereignete, ein Tatort, der für die Anrainerinnen und Anrainer mit der Erinnerung an Hilfeschreie und ein reglos im Gras liegendes Opfer verbunden bleiben wird.
Die Berufsrettung Wien und die Wiener Berufsfeuerwehr standen nach bisherigen Erkenntnissen am Samstagabend mit mehreren Einsatzkräften an Ort und Stelle. Über den Gesundheitszustand der 33-jährigen Zeugin und über mögliche leichtere Verletzungen, die sie bei dem Angriff erlitt, machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben. Fest steht lediglich, dass sie als Zeugin einvernommen wurde und den Vorfall aus ihrer Sicht schildern konnte.
Die APA veröffentlichte die Erstmeldung zu dem Vorfall am 28. Juni 2026, womit der Fall in den öffentlichen Nachrichtenkanälen seinen Anfang nahm. Ob die Hinweise aus der Bevölkerung rasch zu einem Fahndungserfolg führen, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen.
Fragen & Antworten
Welche Behörde ermittelt nun in dem Fall?
Das Landeskriminalamt Wien, Abteilung „Leib und Leben", hat die weiteren Ermittlungen übernommen und sucht nach Hinweisen zu den flüchtigen Tätern und zur Identität des Opfers.
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