Erfurt, 11 Juni 2026
Der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei mehreren Reden und Zeitungstexten verteidigt, nachdem das Portal „Frag den Staat" dies öffentlich gemacht hatte.
Wie das Portal „Frag den Staat" berichtet, wurden mehrere Texte Voigts großteils durch KI erzeugt. Betroffen seien Beiträge für die Zeitungen „Die Welt" und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung", eine Gedenkrede für den früheren thüringischen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (1932–2025) sowie eine Rede bei der Gedenkveranstaltung 2025 für die Opfer des Nationalsozialismus. Der Bericht wurde am 11. Juni 2026 im Deutschlandfunk ausgestrahlt.
Voigt erklärte gegenüber dem „Tagesspiegel", dass die Reden in der Staatskanzlei vorbereitet würden. „Wenn es wirklich einzelne Passagen gab, die auch mithilfe von KI erstellt worden sind, dann werde ich dafür keinem den Kopf abreißen - grundsätzlich halte ich aber sowieso fast alle meiner Reden frei." Gleichzeitig warb er für den breiten Einsatz moderner Instrumente in der Verwaltung: „Ich motiviere alle Mitarbeiter unserer Verwaltung, im Jahr 2026 alle modernen Instrumente für ihre Arbeit zu nutzen. Die KI ist längst Teil der modernen Kommunikation".
