Der 1922 geschaffene Tänzerinnen-Brunnen des Bildhauers Georg Kolbe ist am Donnerstag im Berliner Auktionshaus Grisebach für vier Millionen Euro versteigert worden, nachdem das Georg Kolbe Museum das als NS-Raubgut eingestufte Werk an die Erben des ursprünglichen Eigentümers restituiert hatte.

Das Auktionshaus Grisebach erklärte den Bronzebrunnen mit Travertin zum Höhepunkt seiner Sommerauktion. Die Schätzung hatte zuvor bei lediglich einer bis 1,5 Millionen Euro gelegen, sodass das Ergebnis den Erwartungen deutlich übertraf. Mit den vier Millionen Euro wurde laut Auktionshaus der bisherige Rekord für eine Skulptur von Georg Kolbe deutlich überboten, der im Vorjahr mit 1,4 Millionen Euro für die Plastik „Stehende Frau" aufgestellt worden war.

Der Brunnen stand zuvor im Garten des Georg Kolbe Museums im Berliner Westend. Das Museum hatte das Werk an die Erbengemeinschaft nach Heinrich Stahl zurückgegeben. „Das wichtigste Ziel des Museums war es, eine faire sowie gerechte Lösung gemeinsam mit den Nachfahren des ursprünglichen Eigentümers herbeizuführen. Dies ist geglückt und die Erbengemeinschaft nach Heinrich Stahl nahm das Restitutionsangebot an", teilte das Museum mit.