Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Mittel aus dem 500-Milliarden-Euro schweren Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz ausgegeben als vorgesehen.
Von den für 2025 eingeplanten 37,2 Milliarden Euro aus dem Bundestopf wurden nach Angaben des Bundesfinanzministeriums nur etwa 24 Milliarden Euro tatsächlich abgerufen. Das geht aus einem 380-seitigen Monitoringbericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, der am 1. Juni 2026 im Deutschlandfunk thematisiert wurde.
Insgesamt waren für das vergangene Jahr Ausgaben von rund 37 Milliarden Euro für Infrastruktur und Klimaneutralität aus dem Sondervermögen vorgesehen. Von 109 Maßnahmen, die die Ministerien für 2025 geplant hatten, waren Ende Mai erst 26 umgesetzt.
Zielerreichung nur bei 54 Prozent
Das Finanzministerium hat einen zentralen Fortschritts- und Wirkungsindikator entwickelt, der eine durchschnittliche Zielerreichung von 54 Prozent ausweist. Dies deutet auf eine nur teilweise Erfüllung der gesteckten Ziele hin.
Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten erwartet das Finanzministerium einen spürbaren Wachstumsimpuls durch das Sondervermögen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Jahren in einer Schwächephase, und wegen des Iran-Kriegs sowie der Preissteigerungen bei Gas und Öl wird in diesem Jahr nur ein minimales Wachstum erwartet, das teilweise vom Sondervermögen gestützt wird.
