Die spanische Vereinigung der Rathäuser und Provinzen (FEMP) hat am Mittwochabend in mehreren Städten Spaniens zu Solidaritätskundgebungen für die Exklave Ceuta aufgerufen, die zugleich ihren Regionalfeiertag beging.

Hintergrund

Die Aktionen fallen auf den Regionalfeiertag der an Marokko grenzenden spanischen Exklave und sollen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die rund 84.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt lenken. Nach Angaben der FEMP, die nach den Kommunalwahlen von der konservativen Volkspartei (PP) kontrolliert wird, fanden sich am Abend Menschen in mehreren spanischen Städten zu Kundgebungen zusammen.

Auslöser der landesweiten Mobilisierung ist nach Darstellung der FEMP die besondere geografische und politische Lage Ceutas als spanische Exklave auf afrikanischem Boden. Die Stadt teilt eine Landgrenze mit Marokko und ist nur über das Meer von der Iberischen Halbinsel aus erreichbar. Diese Lage prägt nach Einschätzung der Veranstalter den Alltag der Bevölkerung, etwa durch den Warenverkehr über die Grenze.