Der Aktionsrat Bildung hat ein Verbot von Social Media an Grundschulen gefordert, da die Gefahren für Kinder im Grundschulalter die möglichen positiven Aspekte deutlich überwiegen.
Die Bildungswissenschaftlerin Nele McElvany von der Universität Dortmund, die dem Gremium angehört, begründete die Forderung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Die Gefahren und unerwünschten Nebenwirkungen von Social Media überlagern nach unserer Einschätzung mögliche positive Aspekte im Grundschulalter“, sagte sie.
Ein vom Aktionsrat vorgelegtes Gutachten zeigt, dass die Nutzung von Smartphones, Social Media und Social Gaming bereits im Grundschulalter deutlich ansteigt. Die Kinder würden dabei mit Informationen konfrontiert, die nicht mehr von Erwachsenen gefiltert, sondern von Algorithmen gesteuert werden.
Steigende Nutzung und konkrete Risiken
Als konkrete Risiken nennt das Gutachten Aufmerksamkeitsstörungen, exzessives Nutzungsverhalten bis hin zur Sucht sowie Erfahrungen mit Cybermobbing. Diese Probleme beträfen bereits Grundschulkinder.
