Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI warnt in seinem Jahresbericht 2026 vor einer neuen Phase des nuklearen Wettrüstens und beziffert die Zahl der weltweiten Atomwaffen auf rund 12.187.

Im Jahresbericht 2026 beziffert das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) die geschätzte Gesamtzahl der Atomwaffen weltweit auf etwa 12.187. Damit liegt der Bestand zwar leicht unter dem Vorjahreswert, doch die Zahl der operativ verfügbaren Sprengköpfe steigt laut SIPRI an. Nach Angaben des Instituts sind rund 4.012 Sprengköpfe bereits auf Raketen oder Flugzeugen stationiert, etwa 2.100 bis 2.200 befinden sich in höchster Alarmbereitschaft, die Mehrheit davon in Russland und den USA, in geringerem Umfang auch in Frankreich und Großbritannien.

SIPRI identifiziert neun nuklear bewaffnete Staaten: die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel. Russland besitze demnach geschätzt 5.420 und die USA 5.042 Atomwaffen – zusammen mehr als 80 Prozent des weltweiten Bestands. China baut sein Arsenal nach Einschätzung der Forscher schneller aus als jeder andere Atommacht und könnte bis Ende des Jahrzehnts über ebenso viele Interkontinentalraketen verfügen wie Russland oder die USA.