Die Schweizer Curling-Legende Silvana Tirinzoni hat im Alter von 46 Jahren ihre Karriere beendet, wie mehrere Quellen bestätigten.
Höhepunkte einer außergewöhnlichen Karriere
Tirinzoni, die als eine der erfolgreichsten Curlerinnen der Welt gilt, erreichte den letzten Höhepunkt ihrer Karriere mit der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Cortina. Dies war zugleich ihr größter sportlicher Triumph. Mit diesem Erfolg schrieb sie Geschichte, als sie zur ältesten Medaillengewinnerin in der Geschichte der Winterolympiaden wurde.
Ihre Mannschaft dominierte über Jahre hinweg die internationale Curling-Szene. Von 2019 bis 2023 blieb das Team in 42 aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaftsspielen ungeschlagen – eine beispiellose Serie. Zudem gewann Tirinzoni mit ihrem Team vier aufeinanderfolgende Weltmeistertitel in diesem Zeitraum. Neben den Weltmeisterschaften sicherte sich die Mannschaft zwei Europameistertitel, zwei WM-Silbermedaillen und sechs Grand-Slam-Turniersiege.
Das Ende einer Ära und die Zukunft des Teams
Die Zusammenarbeit mit Alina Pätz, die 2018 begann, markierte den Start einer der erfolgreichsten Partnerschaften im Curling-Sport. Die beiden bildeten über Jahre hinweg das Rückgrat des Teams und führten es zu internationalen Spitzenleistungen. Doch mit Tirinzonis Rücktritt steht nun eine Neuausrichtung an.
Carole Howald, eine weitere Schlüsselspielerin des Teams, wird sich künftig auf Mixed- und Rock-League-Wettbewerbe konzentrieren. Alina Pätz und Selina Witschonke planen indes, ihre Zukunft im Curling gemeinsam zu gestalten. Die genauen Pläne der beiden sind noch nicht bekannt, aber sie werden ihre Optionen in den kommenden Monaten ausloten.
