Die Insolvenzverwalter der Signa-Gruppe führen derzeit Verhandlungen über den Verkauf des luxuriösen Park-Hyatt Hotels im Herzen Wiens, das sich im Besitz des insolventen Immobilienkonzerns befindet.

Hintergrund der Immobilie

Das Park-Hyatt am Standort Am Hof 2 wurde von der Signa-Gruppe im Jahr 2008 erworben, nachdem das Gebäude zuvor als Hauptsitz der Länderbank gedient hatte. Bis 2014 wurde das historische Gebäude zu einem Hotel mit 146 Zimmern und rund 3.100 Quadratmetern Einzelhandelsfläche umgebaut. Die Luxusherberge gilt seit ihrer Eröffnung als eines der prestigeträchtigsten Hotels in der Wiener Innenstadt.

Die Signa-Gruppe, die in den vergangenen Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, steht nun unter Insolvenzverwaltung. Der mögliche Verkauf des Park-Hyatt ist Teil der Bemühungen, die Vermögenswerte des Konzerns zu liquidieren und Gläubigeransprüche zu bedienen.

Josef Rainers bisherige Käufe

Bereits in den vergangenen Monaten hat die Stiftung von Josef Rainer über das Unternehmen JR Investment zwei bedeutende Immobilien in der Wiener Innenstadt von der Signa-Gruppe erworben. Dabei handelt es sich um die Gebäude Freyung 8 und Kärntner Straße 11, die unter anderem den Apple Store und den Sitz des Verfassungsgerichts beherbergen.

Josef Rainer, der bereits in der Vergangenheit als Investor in der österreichischen Immobilienbranche aktiv war, hatte mit Bernecker+Rainer ein international erfolgreiches Technologieunternehmen aufgebaut. Dieses wurde im Jahr 2017 von ABB für rund 1,8 Milliarden Euro übernommen. Zum Zeitpunkt des Verkaufs beschäftigte Bernecker+Rainer etwa 3.000 Mitarbeiter in 70 Ländern.