Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Samstag bei einem nicht-öffentlichen Gespräch mit Journalisten erstmals ausführlich den Streit mit dem entlassenen Mychajlo Fedorow geschildert, wie aus einem am Sonntag veröffentlichten Transkript hervorgeht.
Bei dem Treffen mit Medienschaffenden legte Selenskyj nach Angaben des Transkripts dar, wie es zur Entlassung von Fedorow kam und welche Vorwürfe im Zentrum des Konflikts standen. Der Präsident habe dabei auch auf konkrete Entscheidungen und Arbeitsbeziehungen innerhalb des Verteidigungsministeriums verwiesen, ohne dabei jedoch vollständige Belege öffentlich zu machen. Das Gespräch fand hinter verschlossenen Türen statt; ein Mitschnitt wurde erst einen Tag später, am Sonntag, veröffentlicht.
Inhaltlich dreht sich der Konflikt laut Transkript unter anderem um Fragen der Steuerung von Rüstungs- und Beschaffungsprozessen sowie um die Kommunikation zwischen dem Präsidentenbüro und dem Ministerium. Selenskyj habe zudem Vorwürfe geäußert, wonach Entscheidungen nicht im erwarteten Ausmaß mit der politischen Führung abgestimmt worden seien. Fedorow selbst hat sich nach Angaben des Präsidenten in dem Gespräch nicht äußern können, da die Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand.
