Washington, D.C., 6. Mai 2026
Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat vorgeschlagen, börsennotierten Unternehmen zu erlauben, ihre Ergebnisse halbjährlich statt vierteljährlich zu veröffentlichen. Dies könnte eine grundlegende Änderung der seit über 50 Jahren bestehenden Offenlegungspflichten bedeuten.
Regulatorische Flexibilität und Details des Vorschlags
Gemäß den vorgeschlagenen Änderungen könnten Unternehmen wählen, einen halbjährlichen und einen jährlichen Bericht pro Geschäftsjahr einzureichen, wodurch die Häufigkeit der verpflichtenden Offenlegungen reduziert würde. SEC-Vorsitzender Paul Atkins betonte das Ziel der Maßnahme, regulatorische Belastungen zu verringern: *"Die heute vorgeschlagenen Änderungen würden Unternehmen, falls sie letztendlich angenommen werden, mehr regulatorische Flexibilität bieten."*
Die Änderungen würden Firmen nicht daran hindern, freiwillige Quartalsgespräche oder Prognose-Updates fortzusetzen. Nasdaq Inc. und andere Befürworter argumentieren, die Maßnahme könnte börsennotierten Unternehmen erhebliche Zeit und Ressourcen sparen. Erik Gerding, Partner in der Kapitalmarktgruppe von Freshfields, merkte an, dass kleinere Unternehmen die Option besonders attraktiv finden könnten: *"Es gibt eine Reihe von Unternehmen, für die dies attraktiv sein wird, aber zumindest anfangs werden es eher kleine bis mittelgroße Unternehmen sein."*
