Die italienische Regierung hat nach einem schweren Erdrutsch entlang einer zentralen Nord-Süd-Verkehrsachse den Notstand ausgerufen und Soforthilfen für die Wiederherstellung der Infrastruktur zugesagt.
Ausmaß der Schäden
Der Erdrutsch betraf die Autobahn A14 sowie die Bahnstrecke zwischen Bologna und Taranto entlang der Adriaküste. Die Schäden sind erheblich: Risse in den Straßen, verbogene Schienen und eine abgesackte Erdfront haben tausende Fahrer gezwungen, lange Umwege über Landstraßen zu nehmen, was zu erheblichen Verzögerungen von mehreren Stunden führte.
Die Küstenbahnverbindung wurde vorübergehend eingestellt und teilweise über Rom umgeleitet. Etwa 50 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, da die Gefahr weiterer Erdrutsche zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte. Die betroffene Region, insbesondere die Adria-Region Molise, ist bekannt für geologische Instabilität, die durch starke Regenfälle noch verstärkt wird.
Ursachen und Maßnahmen
Auslöser des Erdrutsches waren heftige Regenfälle in einem ohnehin instabilen Gebiet. Die Schlamm- und Geröllmassen erstreckten sich über etwa zwei Kilometer bis zur Küste. Fabio Ciciliano, der Leiter des Zivilschutzes, gab jedoch Entwarnung bezüglich der weiteren Dynamik des Erdrutsches. "Ein Szenario mit wochen- oder monatelangen Sperrungen ist unwahrscheinlich", erklärte er.
Die Regierung unter Verkehrsminister Matteo Salvini hat bereits Sofortmaßnahmen angekündigt, um die Verkehrswege schnellstmöglich wiederherzustellen. Die Priorität liege darauf, die Hauptverkehrsadern für den Güter- und Personenverkehr wieder zu öffnen. Lokale Behörden arbeiten eng mit den nationalen Einsatzkräften zusammen, um die Situation zu stabilisieren und weitere Risiken zu minimieren.
