Santa Fe, New Mexico, 18. April 2026 Der US-Schauspieler Alec Baldwin (68) sieht sich einer Zivilklage gegenüber, nachdem bei den Dreharbeiten zum Western „Rust“ im Oktober 2021 eine Kamerafrau durch einen Schuss aus einer Requisitenwaffe tödlich verletzt wurde.
Hintergrund des Vorfalls
Bei den Dreharbeiten zu „Rust“ im US-Bundesstaat New Mexico kam es im Oktober 2021 zu einem folgenschweren Unfall. Eine Requisitenwaffe, die von Baldwin bedient wurde, feuerte einen Schuss ab, der die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins tötete und Regisseur Joel Souza verletzte. Untersuchungen ergaben später, dass sich eine echte Kugel in der Waffe befand, obwohl es sich um eine Requisite handeln sollte. Bis heute ist unklar, wie die scharfe Munition an das Set gelangte.
Die für die Waffensicherheit verantwortliche Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed wurde wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilt. Gegen Baldwin wurde zunächst ebenfalls Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben, doch der Strafprozess wurde im Juli 2024 überraschend eingestellt. Richterin warfen der Staatsanwaltschaft Fehlverhalten vor.
Klagen und rechtliche Konsequenzen
Nun steht Baldwin eine Zivilklage bevor, die im Oktober verhandelt werden soll. Der Kläger Serge Svetnoy, der am Set anwesend war, wirft Baldwin und den Produzenten des Films vor, Sicherheitsprotokolle verletzt zu haben. In der Klage wird unter anderem die Anwesenheit scharfer Munition am Set sowie Baldwins Umgang mit der Requisitenwaffe kritisiert. Svetnoy war nur knapp dem tödlichen Schuss entgangen – die Kugel flog dicht an seinem Gesicht vorbei. Er hielt Hutchins in seinen Armen, als sie starb, was ihm nach eigenen Angaben schwer zugesetzt hat.
