Nashville, 05 Oktober 2026

Die zum Tode verurteilte Christa Pike aus Tennessee hat am Wochenende vor ihrer Hinrichtung auf das übliche letzte Mahl verzichtet und die für sie vorgesehene Mahlzeit als Pizza-Spende an Obdachlose weiterleiten lassen.

Spende statt Henkersmahlzeit

Die Entscheidung der 50-jährigen Insassin fiel nach Angaben von Unterstützern kurz vor dem für Anfang Oktober angesetzten Vollstreckungstermin. Statt ein persönliches Wunschmenü zu bestellen, organisierte Pike über ihren Anwalt die Weiterleitung der Mittel an eine Hilfsorganisation in Nashville, die warme Mahlzeiten an wohnungslose Menschen verteilt. Auf dem Menü stand demnach Pizza, die am Wochenende an mehrere Notunterkünfte geliefert wurde.

Der Vorgang erinnert an einen bekannten US-Rechtswissenschaftler, dessen Analyse die Risiken der Vollstreckungsmethode Giftspritze hervorhebt. Nach einer häufig zitierten Auswertung von Austin Sarat galten rund sieben Prozent der bis 2010 untersuchten Hinrichtungen per Giftspritze als misslungen. Der Fall verdeutlicht, wie fehleranfällig das Verfahren selbst dann sein kann, wenn alle Vorbereitungen routinemäßig ablaufen.