Der frisch sanierte Reflecting Pool zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument in Washington leuchtet wenige Tage nach seiner Fertigstellung wieder giftgrün, weil sich in dem flachen Wasser massenhaft Algen bilden.
Ein Wahrzeichen wird grün
Die 1923 erbaute, 51 mal 619 Meter messende Wasserfläche zwischen dem Lincoln-Denkmal und dem Obelisken zu Ehren des ersten US-Präsidenten George Washington gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der US-Hauptstadt. Nach Abschluss einer Sanierung für rund 14,2 Millionen US-Dollar – fast zehnmal so viel, wie Trump selbst angegeben hatte – sollte das Becken endlich in einem kräftigen „American Flag Blue" erstrahlen. Stattdessen, so berichtet die New York Times anhand zahlreicher Fotos, hat sich der Pool bereits nach wenigen Tagen „zu einem Paradies für Algen entwickelt". Er erstrahlt in hellem Grün.
Trump hatte die schlechte Wasserqualität zuvor in sozialen Medien als „Obama Era Filth" angeprangert und mit Barack Obama und Joe Biden in Verbindung gebracht. Mit „Obama Era Filth" sollte Schluss sein, so die Botschaft. Die Realität am Potomac sieht anders aus: Mitarbeiter des zuständigen US Park Service stapfen in Gummistiefeln durch das Wasser, um die Algen in Schach zu halten. Das Weiße Haus hatte am 4. Juni erklärt, Washington sehe „besser aus denn je", als das Wasser in den Pool zurückgelassen wurde.
