Nach dem Scheitern von Schlichtungsgesprächen werden ab dem 21. Mai etwa 48.000 Samsung-Beschäftigte für 18 Tage streiken, um höhere Boni und Gehälter durchzusetzen.

Die Gewerkschaft fordert die Abschaffung der Obergrenzen für Mitarbeiterboni, eine siebenprozentige Erhöhung der Grundgehälter sowie die Verteilung von 15 Prozent des jährlichen Betriebsgewinns an die Belegschaft. Samsung hatte im ersten Quartal ein Betriebsergebnis von umgerechnet 33 Milliarden Euro erzielt, was einem Achtfachen des Vorjahreswerts entspricht.

Der staatliche Schlichter Park Su-keun äußerte sein Bedauern über den Ausgang der Verhandlungen: „Die beiden Parteien hätten ihre Differenzen bei zwei oder drei Themen nicht überwinden können.“ Die Regierung sei jedoch offen für eine Wiederaufnahme des Schlichtungsverfahrens.

Samsung argumentiert, dass dauerhaft höhere Gehälter und Boni künftige Investitionen sowie die Ausschüttungen an die Aktionäre gefährden würden. Das Unternehmen bot den Mitarbeitern im Speicherchip-Bereich einmalige Boni an, die über denen des Konkurrenten SK Hynix liegen sollten.