Sachsen-Anhalt-Tag Bernburg 2026: 150.000 Besucher beim | finanz360
Sachsen-Anhalt-Tag in Bernburg zieht rund 150.000 Gäste an und endet ohne besondere Vorkommnisse
Bernburg, 07 Juni 2026
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Kurzfassung
Das 24. Landesfest Sachsen-Anhalt-Tag hat in Bernburg rund 150.000 Gäste angezogen und ist nach Angaben der Staatskanzlei ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Unter dem Motto „Wo Sachsen Anhalt trifft“ feierte die Saalestadt nach 1996 zum zweiten Mal das Landesfest.
Bernburg, 07 Juni 2026
Das 24. Landesfest Sachsen-Anhalt-Tag hat am Wochenende in Bernburg rund 150.000 Besucherinnen und Besucher angezogen und ist nach Angaben der Staatskanzlei ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.
Rückkehr an den Ursprungsort
Unter dem Motto „Wo Sachsen Anhalt trifft“ verwandelte sich Bernburg an drei Tagen in eine große Festmeile. Nach Angaben der Stadt wirken rund 10.000 Menschen an dem Fest mit, darunter viele ehrenamtlich Engagierte. Eckpunkte des innerstädtischen Festgebiets waren das Schloss, der Stadtpark sowie der Karls- und Rheineplatz. Die Veranstalter zogen am Sonntagabend eine positive Bilanz.
Programm und Eintritt
Bernburg richtete das Landesfest nach 1996 zum zweiten Mal aus. „Bernburg hatte den Sachsen-Anhalt-Tag nach 1996 zum zweiten Mal ausgerichtet - vor 30 Jahren gab es dort das erste Landesfest überhaupt“, hieß es aus der Stadt. Damit kehrte das Fest an seinen Ursprungsort zurück, denn das Format existiert seit 1996. Im Januar 2017 hatte das Kabinett beschlossen, den seit 1996 stattfindenden Sachsen-Anhalt-Tag nur noch im Zweijahresrhythmus zu veranstalten. Die vorherige Ausgabe 2024 richtete die Hansestadt Stendal unter dem Motto „Mittelalter trifft Moderne“ aus.
Der Sachsen-Anhalt-Tag 2026 startete am Freitag um 14:30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst. Die offizielle Eröffnung fand 15:00 Uhr statt. „Die Veranstaltungen sind laut der Stadt Bernburg kostenfrei“, erklärte die Stadt. Für fünf Euro konnten Besucherinnen und Besucher sogenannte „Goldene Armbändchen“ erwerben, die zur kostenfreien Nutzung des Bus-Shuttles und der öffentlichen Toiletten an allen drei Tagen berechtigten. Die Armbändchen wurden im Stadtinformationsbüro und an Infopunkten verkauft.
Höhepunkte: Bootskorso und Festumzug
Das Programm war breit gefächert. „Es gibt Konzerte und Partys auf mehreren Bühnen, ein Kindermusical, ein Chorkonzert, aber auch eine Job- und Wirtschaftsmeile. Dazu kommen Ausstellungen und ein Mittelaltermarkt inklusive Ritterschaukämpfen“, beschrieb die Stadt das Angebot. Für das leibliche Wohl sorgten zahlreiche Stände auf der Street-Food-Meile in der Auguststraße und auf dem Marktplatz, die Speisen aus aller Welt anboten.
Höhepunkte des Fests waren der Bootskorso am Samstag auf der Saale und der große Festumzug am Sonntag durch die Bernburger Innenstadt. „Höhepunkte des Fests sind der Bootskorso am Samstag auf der Saale und der große Festumzug am Sonntag durch die Bernburger Innenstadt“, hieß es im Programm. Der traditionelle Festumzug zum 24. Sachsen-Anhalt-Tag begann am Sonntag um 11:00 Uhr. Mit rund 4.000 Teilnehmenden war er der Höhepunkt des Landesfests. Angeführt wurde er von Bernburg. Laut Veranstalterangaben zogen „fast 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Landesteilen sowie rund hundert Fahrzeuge“ durch die Stadt. Auf der Saale fand eine Lichterfahrt mit 30 Booten statt.
Die Route des Sonntagsumzugs führte vom Kreisverkehr Hallesche Straße/Roschwitzer Straße durch die Käthe-Kollwitz-Straße, die Friedensallee, den Rheineplatz, die Karlstraße und den Clara-Zetkin-Platz bis zur Zepziger Straße. Der Festumzug startete am Kreisverkehr Hallesche Straße/Roschwitzer Straße und führte durch die genannten Straßen. Die Innenstadt war für den Autoverkehr gesperrt.
Konzerte und Bühnen
Auf der Gastgeber-Bühne auf dem Rheineplatz, deren Programm von der Stadt Bernburg und dem MDR gestaltet wurde, traten am Freitagabend die NDW-Stars Paso Doble und Markus sowie die Firebirds mit ihrer Rock 'n' Roll-Show auf. „Highlights auf der Gastgeber-Bühne auf dem Rheineplatz, deren Programm von der Stadt Bernburg und dem MDR gestaltet wird, sind unter anderem die NDW-Stars Paso Doble und Markus sowie die Firebirds mit ihrer Rock 'n' Roll-Show am Freitagabend“, hieß es. Am Samstagabend stieg die zweite große MDR SACHSEN-ANHALT-Party, bei der Moderatorin Billy Wulff die Hits der 80er und 90er präsentierte.
Auf weiteren Bühnen traten unter anderem Mark 'Oh, Culture Beat, Max Giesinger, Atemlos und Tänzchentee auf. „Unter anderem treten Mark 'Oh und Culture Beat auf; sowie Max Giesinger, Atemlos und Tänzchentee“, teilten die Veranstalter mit. In einem Michael-Jackson-Tribute bot Musical-Star Koffi Missah eine Hommage an den „King of Pop“.
Sicherheit und Sperrungen
Am Sonntag war die MDR-Bühne von 14:30 bis 16:00 Uhr der Anziehungspunkt für Familien. „KiKA kommt zu dir!“, die Mitmach-Show mit vielen KiKA-Lieblingen, wurde der Höhepunkt für die jungen Besucher. Mit dabei waren Kikaninchen und Christian, Bernd das Brot und TanzAlarm sowie Rina & Aki, die Gewinner des Songwriting-Wettbewerbs „Dein Song“. Die Bühnen, Regionaldörfer und Festmeilen verteilten sich in der gesamten Innenstadt von Bernburg, die sich den Organisatoren zufolge in ein großes Festgebiet verwandelte. Es gab thematische Festmeilen, mehrere große und auch kleinere Bühnen sowie Fahrgeschäfte. Ein Konzert von mehr als 200 Spielleuten aus acht Spielmanns- und Fanfarenzügen rundete das musikalische Programm ab.
Wegen des erwarteten Andrangs hatte die Stadt ein umfangreiches Sicherheits- und Verkehrskonzept vorbereitet. „Nach Angaben der Stadt werden Zufahrtsstraßen mit zertifizierten Fahrzeugsperren gesichert“, hieß es. Die mobilen Barrieren konnten demnach innerhalb kürzester Zeit für Rettungswagen geöffnet werden. Zudem waren Polizei und Security im gesamten Festgebiet im Einsatz. Außerdem galt bis 8. Juni ein grundsätzliches Drohnenflugverbot über dem Festgelände.
Anreise mit Shuttle und Bahn
Die Liste der verbotenen Gegenstände war lang. „Ebenfalls verboten sind Waffen, Messer, Pyrotechnik, Drogen einschließlich Cannabis, Helme, Masken, Taschen größer als DIN A4 sowie Glasflaschen. Hunde müssen angeleint sein“, teilte die Stadt mit. Das gesamte Festgebiet wurde für den fließenden Verkehr gesperrt, Anwohnerparkplätze waren seit Donnerstag (04. Juni) 8:00 Uhr bis Montag (08. Juni) 18:00 Uhr nicht nutzbar. Es gab Ausweichparkplätze, für die eine Plakette benötigt wurde.
Besucherinnen und Besuchern stand ein Shuttlebus zur Verfügung, der von drei Großparkplätzen zu den Veranstaltungsorten fuhr. Die drei Großparkplätze waren P1 an der Weststraße, P2 an der Claude-Breda-Straße (inklusive Behindertenparkplätzen) und P3 an der Halleschen Landstraße. „Die Shuttlebusse von P1 und P2 bringen Sie zur Haltestelle Am Kaiplatz sowie vom P3 zur Haltestelle Roschwitzer Straße. Sie fahren am Freitag von 13:00 Uhr bis 02:00 Uhr, am Samstag von 08:30 Uhr bis 02:00 Uhr und am Sonntag von 8:30 bis 23:00 Uhr. Die Busse verkehren alle 20 Minuten“, hieß es. Parkplatz und Shuttlebus zusammen kosteten 5 Euro pro Person und pro Tag.
Bilanz: 150.000 Gäste
Auch mit der Bahn war Bernburg gut erreichbar. „Aus Dessau, Köthen, Aschersleben, Halberstadt, Schönebeck, Halle und Magdeburg fahren zusätzliche Regionalzüge nach Bernburg (Saale). Die Züge sind länger und fahren laut Veranstalter häufiger als gewöhnlich“, erklärten die Organisatoren. Vom Hauptbahnhof Bernburg waren es zu Fuß rund 500 Meter bis zum Veranstaltungsgelände. Wer spät abends wieder nach Hause wollte, konnte ebenfalls mit der Bahn reisen, da zusätzliche Züge ab Bernburg bis nach Mitternacht fuhren.
Zum Sachsen-Anhalt-Tag erwartete Bernburg weit über 100.000 Gäste. Diese Erwartung wurde mit der Bilanz von rund 150.000 Besucherinnen und Besuchern deutlich übertroffen. „Wie erwartet besuchten rund 150.000 Menschen das 24. Landesfest, wie die Staatskanzlei mitteilte“, hieß es. Zum Vergleich: Die höchste Besucherzahl hatte bisher Magdeburg (2005) mit 580.000 Gästen, die geringste Sangerhausen (2016) mit 140.000. Die dreitägige Veranstaltung sei ohne besondere Vorkommnisse verlaufen, bilanzierten die Veranstalter.
Der MDR (Autorin: Karin Roxer) begleitete das Landesfest umfangreich und gestaltete gemeinsam mit der Stadt Bernburg Teile des Bühnenprogramms. Mit der Abschlussbilanz von 150.000 Besuchern ohne besondere Vorkommnisse geht ein Landesfest zu Ende, das an den Ursprung des Formats vor 30 Jahren anknüpfte.
Mit Blick auf die kommenden Ausgaben bleibt der Zweijahresrhythmus bestehen, den das Kabinett 2017 festgelegt hatte. Die Stadt Bernburg bedankte sich ausdrücklich bei den rund 10.000 Mitwirkenden, darunter vielen ehrenamtlich Engagierten, ohne die ein Fest dieser Größenordnung nicht durchführbar wäre.
Insgesamt zeigte sich, dass das Konzept aus kostenfreiem Eintritt, optionalem Goldarmband für Shuttle und Toiletten, einem breiten Bühnenprogramm und familienfreundlichen Angeboten wie der KiKA-Show am Sonntag die Menschen aus dem gesamten Land und darüber hinaus anzog. Das Motto „Wo Sachsen Anhalt trifft“ wurde so für drei Tage in der Bernburger Innenstadt erlebbar.
Fragen & Antworten
Wie viele Menschen besuchten den Sachsen-Anhalt-Tag 2026 in Bernburg?
Nach Angaben der Staatskanzlei besuchten rund 150.000 Menschen das 24. Landesfest in Bernburg. Damit lag die Besucherzahl deutlich über den ursprünglich erwarteten „weit über 100.000“ Gästen.
Warum fand der Sachsen-Anhalt-Tag ausgerechnet in Bernburg statt?
Bernburg richtete das Landesfest nach 1996 zum zweiten Mal aus. Vor 30 Jahren hatte dort das erste Sachsen-Anhalt-Tag überhaupt stattgefunden, womit die diesjährige Ausgabe an den Ursprung des Formats anknüpfte.
Welche Highlights gehörten zum Programm des Sachsen-Anhalt-Tags?
Zu den Höhepunkten zählten der Bootskorso am Samstag auf der Saale mit 30 Booten sowie der große Festumzug am Sonntag mit rund 4.000 Teilnehmenden und etwa 100 Fahrzeugen durch die Bernburger Innenstadt.