Beim jüngsten russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben der Behörden mindestens zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden.

Angriff in zwei Wellen

Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte feuerte das russische Militär in zwei Wellen mindestens acht Raketen auf die Dreimillionenstadt und deren Umgebung ab. Bei den Raketen handelte es sich um ballistische Geschosse, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwerer abzuwehren sind als Marschflugkörper. Während Marschflugkörper tiefer fliegen und daher für Radaranlagen schwerer zu erfassen sind, stellen ballistische Raketen die ukrainische Luftabwehr vor größere Probleme.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilte über den Nachrichtendienst Telegram mit, dass Drohnen in zwei Stadtbezirken eingeschlagen hätten. Durch die Angriffe sei zudem ein Brand in einem Lagerhaus im Westen der Stadt sowie in einem unbewohnten Haus in einem östlichen Stadtteil ausgebrochen. Klitschko erklärte weiter: "Darunter ist auch eine 16-jähriger Junge", und bezog sich damit auf die Verletzten.

Schwächen der ukrainischen Luftabwehr

Die Bewohnerinnen und Bewohner der ukrainischen Hauptstadt wurden erneut aus dem Schlaf gerissen. Das russische Militär hat im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dessen Hauptstadt Kiew in der Nacht ein weiteres Mal mit ballistischen Raketen getroffen. Nach derzeitigem Stand gehen die ukrainischen Behörden von mindestens zwei Todesopfern und sechs Verletzten aus.