Der britische Schauspieler Russell Brand (50) hat in einem Interview sexuelles Fehlverhalten in der Vergangenheit eingeräumt, darunter auch eine Beziehung mit einer 16-Jährigen, als er selbst 30 Jahre alt war. Die Aussagen erfolgten im Rahmen einer YouTube-Sendung der US-Journalistin Megyn Kelly, während gegen Brand Vorwürfe sexueller Gewalt durch sechs Frauen untersucht werden.
Geständnis und Rechtfertigung
"Ich erkenne an, dass mein sexuelles Verhalten in der Vergangenheit egoistisch war und dass ich kaum, wenn überhaupt, berücksichtigt habe, wie sich dieser Sex auf andere Menschen auswirkte", sagte Brand in dem Interview. Der Schauspieler räumte ein, dass er in seinen 30ern unreif gewesen sei und sich heute anders verhalten würde.
Brand bestätigte, dass er damals Sex mit einer 16-Jährigen hatte, betonte jedoch, dass dies nicht gegen britische Gesetze verstoßen habe. In Großbritannien liegt das Alter der sexuellen Einwilligungsfähigkeit bei 16 Jahren. Dennoch bezeichnete er sein Verhalten als "ausbeuterisch" und gestand ein Machtgefälle ein: "Dennoch habe ein starkes Machtgefälle bestanden, was häufig der Fall sei, 'wenn man ein berühmter Mann ist, der die Fähigkeit hat, Frauen anzuziehen'", so Brand.
Vorwürfe und anstehender Prozess
Sechs Frauen haben Vorwürfe gegen Brand erhoben, die sich auf Ereignisse zwischen 1999 und 2009 beziehen. Die Anschuldigungen umfassen mutmaßliche sexuelle Übergriffe, die der Nachrichtenagentur PA zufolge derzeit juristisch aufgearbeitet werden. Der Prozess gegen den Schauspieler beginnt am 12. Mai 2026 vor dem Southwark Crown Court in London.
