Rote Unwetterwarnung für Teile Kärntens – schwere Gewitter und Hagel erwartet
Klagenfurt, 30 Juni 2026
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Kurzfassung
Für Teile Kärntens gilt am Montagabend die rote Unwetterwarnung der GeoSphere Austria und der UWZ. In mehreren Bezirken ist mit schweren Gewittern, Hagel, Sturmböen und Überschwemmungen zu rechnen. GeoSphere Austria rät, Fenster und Türen zu schließen sowie Seen und Bergwege bei Gewitter sofort zu verlassen.
Klagenfurt, 30 Juni 2026
Die GeoSphere Austria und die Österreichische Unwetterzentrale (UWZ) haben für Teile Kärntens die rote Unwetterwarnung ausgerufen, da am Montagabend schwere Gewitter mit Hagel, Sturmböen und Starkregen erwartet werden.
Aktuelle Warnstufen in Kärnten
Die rote Warnstufe, die höchste Kategorie der österreichischen Unwetterwarnungen, gilt laut UWZ für die Bezirke Hermagor, Spittal an der Drau und Villach-Land. „Für die Bezirke Sankt Veit an der Glan und Wolfsberg wurde eine markante Wetterwarnung (Stufe Gelb/Orange) ausgegeben. Für die Bezirke Hermagor, Spittal an der Drau und Villach-Land bereits die Warnstufe Rot (akute Unwetterwarnung vor Gewitter und Hagel)", heißt es in der Mitteilung. Meteorologinnen und Meteorologen rechnen in der schwül-heißen Luft mit lokalem Starkregen und stürmisch auffrischenden Windböen.
Wie aus den aktuellen Daten der Österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) und der GeoSphere Austria hervorgeht, ist vor allem Oberkärnten sowie das angrenzende Bergland betroffen. „Besonders in Oberkärnten sowie im Bergland ist am Montagabend mit teils schweren Unwettern zu rechnen", warnen die Meteorologen. Der Zentralraum rund um Klagenfurt (Stadt/Land), Villach-Stadt, Feldkirchen und Völkermarkt ist laut aktuellen Warnungen vorerst noch verschont.
Hagel und Gewitter auch in der Steiermark
Auch in anderen Bundesländern entladen sich seit dem Nachmittag heftige Gewitter. „Seit dem Nachmittag ziehen über weite Teile Österreichs kräftige Gewitter hinweg", berichtete die Unwetterzentrale. Die hohe Blitzaktivität reichte von Tirol bis in die Steiermark. Wie intensiv die Unwetter ausfielen, zeigen Bilder aus der Gemeinde Parschlug im Bezirk Bruck an der Mur: Laut den Aufnahmen türmte sich der Hagel auf rund acht Zentimeter Höhe. Die Unwetterzentrale UWZ schreibt dazu: „Auf den ersten Blick erinnern sie an den vergangenen Winter".
Meteorologe Peter Hinteregger beschrieb die Entwicklung mit drastischen Worten: „Gewaltige Gewitter-Türme schießen in die Höhe", erklärte Meteorologe Peter Hinteregger. Auf Satellitenbildern seien am Abend weiterhin mächtige Gewitterzellen im Alpenraum zu sehen. Die Gewitter werden von Starkregen und Hagel begleitet, wodurch die Gefahr von Überschwemmungen und Vermurungen deutlich steigt.
Warnungen vor Muren und Überschwemmungen
Clemens Grohs von Kachelmannwetter warnt vor „erheblichen Wassermassen in kurzer Zeit". Regional könne es dadurch zu Überflutungen kommen, im Alpenraum seien auch Muren möglich. GeoSphere Austria warnt, dass „punktuell kann es zu kleinen Muren, überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern kommen" könne. Auch vereinzelte Stromausfälle durch Blitzschläge oder umgestürzte Bäume sind möglich.
Verhaltensempfehlungen der GeoSphere Austria
GeoSphere Austria hat zudem eine Gewitterwarnung aktiv und gibt konkrete Verhaltenstipps. „Fenster und Türen sowie Dachfenster umgehend schließen" – diese Aufforderung richtet die Behörde an alle Bewohnerinnen und Bewohner in den betroffenen Bezirken. „Wanderer im Gebirge sollten rechtzeitig Schutz suchen", heißt es weiter. Auch Badegäste sind angesprochen: „Badegäste sollten bei herannahendem Gewitter sofort die Seen verlassen".
Mit Verkehrsbehinderungen ist laut GeoSphere Austria zu rechnen. „Rechne mit Verzögerungen im Straßen- und Bahnverkehr", warnt der Wetterdienst. Pendlerinnen und Pendler sollten ihre Routen vor Fahrtantritt prüfen und längere Fahrtzeiten einplanen. Umgestürzte Bäume und überflutete Straßen können den Verkehr auf Schiene und Straße erheblich beeinträchtigen.
Ausblick auf Dienstag und Mittwoch
Am Dienstag beruhigt sich die Lage laut Prognose von ubimet nur vorübergehend. „Vom Alpenhauptkamm aus breiten sich anschließend wieder Schauer aus, am Nachmittag sind stellenweise heftige Gewitter zu erwarten". Die Höchsttemperaturen am Dienstag liegen zwischen 25 und 38 Grad – die enorme Spanne zeigt, wie unterschiedlich die Luftmassen über Österreich verteilt sind. Laut der Prognose von ubimet startet der Tag an der Alpennordseite mit Restwolken, ehe sich am Vormittag zeitweise die Sonne zeigt.
Der Mittwoch bringt erneut turbulentes Wetter. „Am Mittwoch ziehen im Westen und Norden bereits in den Morgenstunden Schauer und Gewitter durch", heißt es in der Prognose. „Im Donauraum und im Osten weht lebhafter West- bis Nordwestwind, im Süden macht sich gegen Abend Nordföhn bemerkbar". Die Temperaturen erreichen an der Alpennordseite 20 bis 29 Grad, im Süden werden weiterhin 30 bis 35 Grad erreicht. „Im Süden und Südosten zeigt sich zunächst noch häufig die Sonne. Im weiteren Tagesverlauf steigt dort jedoch ebenfalls die Wahrscheinlichkeit kräftiger Gewitter mit erheblichem Unwetterpotenzial".
Die aktuelle Warnlage verdeutlicht die Wucht der diesjährigen Unwettersaison in Österreich. Erst am Vortag hatten laut ubimet-Prognose die heftigen Gewitter in der Obersteiermark gewütet, im Bezirk Bruck an der Mur hinterließen sie meterhohe Hageldecken. Die Unwetterzentrale UWZ hatte bereits am Sonntagabend vor der Kombination aus Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und aufsteigender Luft gewarnt – ideale Bedingungen für schwere Gewitter.
Für die Einsatzkräfte in Kärnten, der Steiermark und Tirol bedeutet die Warnstufe Rot erhöhte Bereitschaft. Feuerwehren und Rettungsdienste sind auf mögliche Murenabgänge, Überschwemmungen und Einsätze nach Blitzschlägen vorbereitet. Die Bevölkerung wird gebeten, die offiziellen Warnungen der UWZ und der GeoSphere Austria aufmerksam zu verfolgen und die Verhaltensempfehlungen ernst zu nehmen.
In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Bilder und Videos der Hagelzüge aus der Steiermark und Kärnten. Viele Aufnahmen zeigen weiße Hagelflächen, die Straßen und Gärten bedecken und tatsächlich an eine Winterlandschaft erinnern. Die UWZ kommentiert die Aufnahmen mit dem Hinweis: „Auf den ersten Blick erinnern sie an den vergangenen Winter".
Für die kommenden Stunden bleibt die Lage angespannt. Die Meteorologen der GeoSphere Austria beobachten die Entwicklung der Gewitterzellen weiterhin genau. Sollten sich die Warnungen auf weitere Bezirke ausdehnen, etwa auf den Zentralraum um Klagenfurt, werden die Behörden kurzfristig nachschärfen. Bürgerinnen und Bürger können sich über die offiziellen Kanäle der UWZ und der GeoSphere Austria laufend informieren.
Die Kombination aus schwüler Hitze, aufziehenden Gewitterfronten und orographischen Effekten in den Alpen schafft laut den Experten die idealen Voraussetzungen für Superzellen und schwere Hagelschläge. Peter Hinteregger und Clemens Grohs betonen übereinstimmend, dass die kommenden Stunden und der Dienstag mit besonderer Vorsicht zu betrachten sind. „Erhebliche Wassermassen in kurzer Zeit" können lokale Überflutungen auslösen, die selbst gut ausgebaute Entwässerungssysteme an ihre Grenzen bringen.
Abschließend raten alle beteiligten Wetterdienste, die Nacht über die Warnungen aktiv zu verfolgen. Wer in einem betroffenen Bezirk wohnt, sollte sicherheitshalber Mobiltelefon, Taschenlampe und Notfallgepäck griffbereit halten. Mit dem Ende der Gewitterfront am späten Abend oder in der Nacht auf Dienstag entspannt sich die Lage voraussichtlich – ehe am Mittwoch die nächste Welle folgt.
Doch noch ist unklar, wie viel Regen tatsächlich fallen wird und welche Regionen am stärksten betroffen sein werden. Die Modelle von ubimet, Kachelmannwetter und der GeoSphere Austria werden stündlich aktualisiert. Fest steht: Die kommenden 24 bis 48 Stunden bleiben für weite Teile Österreichs eine Phase erhöhter Wachsamkeit, in der jede Unwetterwarnung ernst genommen werden sollte.
Fragen & Antworten
Für welche Bezirke in Kärnten gilt die rote Unwetterwarnung?
Die rote Unwetterwarnung der UWZ gilt laut den aktuellen Daten für die Bezirke Hermagor, Spittal an der Drau und Villach-Land. Für Sankt Veit an der Glan und Wolfsberg wurde die markante Wetterwarnung der Stufe Gelb/Orange ausgegeben.
Welche konkreten Gefahren bestehen durch die Gewitter?
GeoSphere Austria warnt vor Starkregen, Hagel, Sturmböen sowie punktuell vor kleinen Muren, überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Vereinzelte Stromausfälle durch Blitzschläge oder umgestürzte Bäume sind möglich.
Wie geht es mit dem Wetter in den kommenden Tagen weiter?
Am Dienstag breiten sich laut ubimet vom Alpenhauptkamm erneut Schauer aus, am Nachmittag sind stellenweise heftige Gewitter möglich bei Höchsttemperaturen zwischen 25 und 38 Grad. Am Mittwoch ziehen im Westen und Norden bereits in den Morgenstunden Schauer und Gewitter durch, im Süden steigt die Wahrscheinlichkeit kräftiger Gewitter mit erheblichem Unwetterpotenzial.