Der US-amerikanische Schauspieler Richard Gere hat bei der Verleihung des Vaclav-Havel-Preises für kreativen Dissens in Oslo US-Präsident Donald Trump scharf angegriffen und vor einer „Diktatur der Monster“ gewarnt.
Persönliche Selbstkritik und scharfe Worte gegen Trump
Bei der Preisverleihung im Rahmen des Oslo Freedom Forum hielt der Schauspieler vor hunderten Zuhörern eine viel beachtete Rede. Im Zentrum stand eine deutliche Abrechnung mit der politischen Lage in den Vereinigten Staaten. Gere sagte: „Wir leben im dunkelsten Moment, den ich je auf diesem Planeten erlebt habe.“ Mit Blick auf den Wahlsieg Trumps erklärte er, dieser sei möglich gewesen, „weil wir eingeschlafen sind. Es war uns egal. Wir haben nicht gewählt.“
Gere, der durch Rollen in „Pretty Woman“ und „American Gigolo“ weltberühmt wurde, formulierte dabei auch persönliche Selbstkritik. Er räumte ein, nicht genug gegen Trump unternommen zu haben: „Natürlich habe ich diesen Typen nicht gewählt, aber ich habe nicht genug dafür getan, Menschen geschickt davon zu überzeugen, dass es verrückt sei, diese Person zum US-Präsidenten zu wählen.“ Trump bezeichnete er als „Wahnsinnigen“ und fragte: „Wer hätte jemals gedacht, dass ein Irrer wie dieser Präsident der Vereinigten Staaten werden würde?“
