Bei österreichweit sehr freundlichem Wetter ist am späten Freitagnachmittag und -abend die "Lange Nacht der Forschung" (LNF) über die Bühne gegangen. Wie die Organisatoren in der Nacht auf Samstag mitteilten, nutzten mehr als 192.000 Menschen die Gelegenheit, bei freiem Eintritt Forschung und Wissenschaft hautnah zu erleben.
Rekordbeteiligung und breites Programm
Die zwölfte Ausgabe der LNF lockte an über 300 Standorten in allen Bundesländern mit insgesamt mehr als 3.000 Programmpunkten. Seit 2005 ist das biennal stattfindende Event das größte im Bereich der Wissenschaftsvermittlung. Bereits um 16.00 Uhr, eine Stunde vor dem eigentlichen Kick-off, herrschte an vielen Orten reger Andrang.
In der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck herrschte trotz frühsommerlicher Temperaturen und strahlend blauem Himmel bereits am späten Nachmittag und am frühen Abend reges Interesse an den diversen Forschungs- und Wissensstationen. "Österreich, Europa und die Welt" lautete das Motto, das die Besucherinnen und Besucher in die Welt der Wissenschaft entführte.
Politische und wissenschaftliche Unterstützung
Wissenschaftsministerin Eva Maria Holzleitner (SPÖ) betonte die Bedeutung der Veranstaltung: Es sei die Möglichkeit, mit Forschenden "auf Augenhöhe" in Kontakt zu treten. "Man könne seine natürliche Neugierde auf verschiedenste Art und Weise befriedigen - sozusagen 'ein Leben lang neunjährig sein'", sagte die Ministerin.
Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) unterstrich den praktischen Nutzen der Forschung: Nahezu alles, "was wir im täglichen Tun erleben, hat irgendwann in Forschung seinen Ausgang genommen". Auch zahlreiche Start-ups würden zeigen, "was Forschung für das Land leisten kann". NHM-Generaldirektorin Katrin Vohland fügte hinzu, dass in Forschung investierte Steuergelder "sinnvoll investiert" seien.
