Paris Saint-Germain hat in der Puskás Aréna in Budapest durch ein 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den FC Arsenal den Champions-League-Titel erfolgreich verteidigt.

Havertz bringt Arsenal früh in Front

Vor 61.400 Zuschauern brachte der deutsche Nationalspieler Kai Havertz Arsenal bereits in der 6. Minute in Führung. Es war sein zweites Tor in einem Champions-League-Finale, nachdem er 2021 den Siegtreffer für den FC Chelsea erzielt hatte. Havertz ist damit der erste deutsche Fußballer, dem dies gelang.

Paris Saint-Germain fand nur schwer ins Spiel, steigerte sich aber im Laufe der ersten Halbzeit. Der Ausgleich fiel in der 65. Minute, als der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert nach einem Foul an Bradley Barcola auf Elfmeter entschied. Ousmane Dembélé, der amtierende Weltfußballer des Jahres, verwandelte den Strafstoß sicher.

In der Folge entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel mit wenigen klaren Torchancen auf beiden Seiten. Auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung, sodass das Finale vom Punkt entschieden werden musste.

Drama vom Punkt: Gabriel wird zum Pechvogel

Im Elfmeterschießen avancierte der russische PSG-Torhüter Safonow zum Helden. Er parierte die Versuche von Eberechi Eze und Gabriel, während für Paris lediglich Nuno Mendes scheiterte. Den entscheidenden Fehlschuss leistete sich der Brasilianer Gabriel, der die Kugel über das Tor jagte.

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei den Franzosen keine Grenzen. PSG ist das erste Team seit Real Madrid (2016 bis 2018), das den wichtigsten europäischen Vereinspokal verteidigen konnte. In der 1992 eingeführten Champions League war dies zuvor überhaupt nur Real Madrid gelungen.

Vom Star-Ensemble zum Kollektiv: Enriques Meisterwerk

Für Luis Enrique ist es der dritte Triumph in der Königsklasse als Trainer. Bereits 2015 hatte er mit dem FC Barcelona den Titel gewonnen. Vor ihm hatten nur Zinédine Zidane, Pep Guardiola und Carlo Ancelotti drei Champions-League-Erfolge als Coach gefeiert.