Zwei Geschwister stehen seit Mittwoch am Landesgericht Linz vor Gericht, weil ihre pflegebedürftige Mutter nach Darstellung der Staatsanwaltschaft über Jahre hinweg vernachlässigt wurde und unter als katastrophal beschriebenen Pflegebedingungen starb.
Anklage wirft jahrelange Vernachlässigung vor
Die Anklage wirft dem Sohn und seiner Schwester vor, ihre bettlägerige Mutter über längere Zeit nicht ausreichend versorgt zu haben. Seit Anfang 2024 sei die Frau bettlägerig gewesen, schilderte die Staatsanwältin zu Prozessbeginn. Bei dem Erstangeklagten handelt es sich nach Angaben des Gerichts um den Sohn, der gemeinsam mit seiner Schwester in dem Haushalt lebte, in dem die Mutter zuletzt untergebracht war.
Die Wohnverhältnisse, in denen die Frau gelebt haben soll, wurden von der Staatsanwaltschaft als verwahrlost beschrieben. So sei das Haus vermüllt gewesen, ein „klassisches Messie-Haus" mit Schimmelproblem. Ein gerichtlich beauftragtes Gutachten beschrieb den Pflegezustand als „katastrophal". Die Verteidigung äußerte sich zu Beginn der Verhandlung zunächst nicht öffentlich zu den Vorwürfen.
