Tausende Menschen haben in Tirana seit Montag gegen den Bau von Luxusresorts an der albanischen Küste demonstriert, die mit dem Unternehmen von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, verbunden sind; dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die Wasserwerfer einsetzte.

Die Proteste richteten sich gegen geplante Bauvorhaben in der Narta-Lagune im Süden Albaniens sowie auf der Insel Sazan, die zum Karaburun-Sazan-Nationalpark gehört. Nach Angaben des Senders Deutschlandfunk zogen Demonstranten am Mittwoch zum Büro des albanischen Premierministers Edi Rama und forderten einen sofortigen Stopp der Bauarbeiten. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, als es zu Zusammenstößen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften kam.

Hintergründe des Bauprojekts

Die Protestierenden mobilisieren über soziale Netzwerke unter dem Slogan "Albanien steht nicht zum Verkauf". Sie verlangen sowohl den Rückzug des Projekts als auch den Rücktritt Ramas. Bereits am Vortag hatte es Demonstrationen gegeben. Neben Umweltverbänden beteiligen sich auch Bürgerinitiativen aus den betroffenen Küstengemeinden.