Zum 82. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 haben am Montag Vertreter der Stadt Potsdam am Turm des früheren Reichs- und Heeresarchivs auf dem Brauhausberg der Widerstandskämpfer gedacht.

Die Gedenkveranstaltung am Brauhausberg stand nach Angaben der Stadt im Zeichen der Erinnerung an Friedrich von Rabenau, der zur Zeit des Attentats Leiter der Heeresarchive war und nach Darstellung der Stadt dem NS-Regime ablehnend gegenüberstand. Vor 82 Jahren hatten Wehrmachtsoffiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg vergeblich versucht, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten, um die nationalsozialistische Herrschaft zu beenden und den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Das Attentat schlug fehl, der Putschversuch scheiterte.

Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel würdigte bei der Gedenkfeier die Widerstandskämpfer und warb zugleich für eine wachsame Haltung in der Gegenwart. Eine Diktatur dürfe nicht erst bekämpft werden, „wenn ihre Verbrechen unübersehbar geworden sind“, erklärte die parteilose Politikerin. Der 20. Juli erinnere daran, dass Gehorsam spätestens dort eine Grenze habe, „wo er staatliches Handeln, Recht, Menschenwürde und Menschlichkeit verletzt“.