Die Gewerkschaft Verdi, die Komba und die DPVKOM haben sich mit der Postbank auf einen Tarifabschluss geeinigt, der die seit Tagen laufende Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen beendet und flächendeckende Streiks im Privat- und Firmenkundengeschäft abgewendet hat.
Einigung in vierter Verhandlungsrunde
Die Einigung fiel am späten Mittwochabend in der vierten Verhandlungsrunde, nachdem drei vorangegangene Runden ohne Ergebnis geblieben waren und Verdi bereits zu Warnstreiks und einer Urabstimmung über unbefristete Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen hatte. Die Postbank, die zum Deutsche-Bank-Konzern gehört, und die Gewerkschaft einigten sich nach Angaben beider Seiten auf einen Kompromiss, der „in zwei Stufen höhere Gehälter" vorsieht.
Zunächst steigen die Entgelte für alle Beschäftigten pauschal um 175 Euro. Wie Verdi mitteilte, entspricht das nach eigener Berechnung im Durchschnitt rund 4,5 Prozent mehr Gehalt und kommt insbesondere den unteren Einkommensgruppen zugute. Im Juli 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2,9 Prozent. Die Postbank erklärte, der Abschluss habe keine Auswirkungen auf ihren Finanzausblick. Verdi hatte ursprünglich 8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert – und dies unter anderem mit den Milliardengewinnen des Mutterkonzerns Deutsche Bank begründet.
