Der ehemalige SPD-Vorsitzende und Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck hat sich in einem RBB-Interview für eine Wiederaufnahme der Gespräche mit Russland nach einem Friedensschluss in der Ukraine ausgesprochen und dabei auch deutliche Worte zur Lage der SPD gefunden.

In der Sendung „Köpfe des Wandels“ sagte Platzeck, Deutschland sei gut beraten, nach einem Friedensschluss zu hinnehmbaren Bedingungen für die Ukraine wieder einen Draht zu Russland zu suchen. Als Hauptgrund nannte er die hohen Energiepreise, die Europas Wettbewerbsfähigkeit gefährdeten.

„Dort ist ein Energieangebot, was noch Jahrzehnte tragen kann, und ich glaube, wir werden es nötig haben“, sagte Platzeck mit Blick auf Russland. Er warnte, Europa müsse stärker darauf achten, den Anschluss an die Welt nicht zu verlieren – mit der Hauptursache der Strom- und Energiepreise.

Platzeck räumte ein, dass seine Position umstritten sei. „Ich weiß, wie heiß umstritten das ist und für unmöglich das von manchen gehalten wird“, sagte er. Dennoch betonte er: „Wir haben nur die Anführer, die wir haben, und mit denen müssen wir auch umgehen.“ Als Beispiele nannte er Wladimir Putin und Donald Trump.