Papst Leo XIV. hat am Montag in seiner ersten Enzyklika „Magnifica Humanitas“ vor dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in Kriegen gewarnt und strenge globale Regeln für die Technologie gefordert.

Das päpstliche Lehrschreiben mit über 100 Seiten Umfang richtet sich an die weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken und soll eine moralische Richtschnur für den Umgang mit KI bieten.

In dem Dokument warnt der Pontifex davor, dass KI-gestützte autonome Waffensysteme den Krieg im 21. Jahrhundert wieder „machbarer“ gemacht hätten. „Kein Algorithmus kann einen Krieg moralisch akzeptabel machen“, schreibt er.

Autonome Waffen und Moral

Der Papst betont, dass Entscheidungen über Leben und Tod niemals Maschinen überlassen werden dürften. Wörtlich heißt es: „Daher ist es nicht zulässig, tödliche oder jedenfalls irreversible Entscheidungen künstlichen Systemen anzuvertrauen.“

Leo XIV. fordert, dass Künstliche Intelligenz grundsätzlich an menschlichen Werten und Moralvorstellungen ausgerichtet sein müsse. Zugleich warnt er, dass selbst eine solche Ausrichtung nutzlos sei, „wenn diese Moral von einigen wenigen bestimmt wird“.