Wien, 02 Juni 2026
Die Wiener Albertina zeigt ab Mittwoch unter dem Titel „Otto meets Albertina“ rund ein Dutzend parodistisch verfremdeter Meisterwerke des Komikers Otto Waalkes, die Klassiker von Albrecht Dürer, Egon Schiele und Gustav Klimt mit dem Ottifanten kreuzen.
Hochkultur trifft Comedy
Die Schau markiert einen ungewöhnlichen Brückenschlag zwischen Hochkultur und Comedy: Auf Einladung der Albertina, die in diesem Jahr ihr 250-jähriges Bestehen feiert, hat Otto Waalkes das Genre gewechselt und zwölf bekannte Kunstwerke der Sammlung parodistisch bearbeitet. Das Haus, das nach eigenen Angaben jährlich mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher zählt, sieht darin ein bewusstes Signal für mehr Leichtigkeit.
Bei der Pressekonferenz am Dienstag in Wien trat neben Waalkes auch die interimistische ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher auf, die gemeinsam mit dem Komiker ein legendäres ZiB-Interview von vor fast 30 Jahren nachstellte. Waalkes eröffnete die Runde mit einem seiner typischen Gedichte über die Frage „Stammt der Mensch vom Affen ab?“ und endete mit einer gesungenen Hommage an Wolfgang Ambros’ „Skifoahn“. Zu Thurnher sagte er scherzhaft: „Sie sind in den oberen Sphären vom ORF und ich stelle in der Albertina aus.“ Thurnher grinste: „Wir haben gefremdelt.“
